Katalyst Space Technologies, das Unternehmen, das ein Raumschiff gebaut hat, um einem NASA-Observatorium einen Schub zu geben, hat angekündigt, dass es Fortschritte bei der Behebung des Drehproblems seines eigenen Raumschiffs macht. Das Drama, das eine eigene Reality-Show sein könnte, begann, als das Link-Raumschiff am 28. Juli in einen 'Multi-Achsen-Dreh' geriet, kurz nach seinem Start am 3. Juli mit einer Pegasus-Rakete. Das Unternehmen behauptet, den Dreh von schwindelerregenden 9 Grad pro Sekunde auf überschaubare 1,47 Grad pro Sekunde verlangsamt zu haben, unter Verwendung eines elektrischen Triebwerks und Verbrauch von weniger als 100 Gramm Treibstoff. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht? Zwei der drei Reaktionsräder sind tot, und die Triebwerke des Reaktionskontrollsystems sind nur teilweise funktionsfähig. Aber hey, wer braucht schon Reaktionsräder, wenn man Mut und eine Macher-Einstellung hat? Katalyst plant, in den kommenden Tagen ein 'bedeutendes Flugsoftware-Update' hochzuladen, um die Lageregelung zurückzugewinnen, und sie zielen immer noch darauf ab, das Neil Gehrels Swift Observatory Ende August zu erreichen, nur wenige Wochen hinter dem Zeitplan. Die Mission, die 30 Millionen Dollar kostet, ist Katalysts erster Versuch, einen anderen Satelliten zu greifen und seine Umlaufbahn anzuheben. Die NASA, immer der Optimist, erkennt das hohe Risiko an, sieht aber Vorteile für die Agentur und die Industrie. Ohne Link wird der 22 Jahre alte Swift-Satellit Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres aus der Umlaufbahn fallen, da er nicht in der Lage ist, seine eigene Umlaufbahn anzuheben. Der Reboost muss beginnen, bevor Swift unter 300 Kilometer fällt, eine Schwelle, die frühestens im Oktober erwartet wird. Am 9. August war Swift knapp unter 350 Kilometern. Also, kein Druck.