WASHINGTON – Die USA versuchen, Raketen zu bauen, als ob es kein Morgen gäbe, aber es gibt einen Haken: Die Feststoffraketenmotoren, die sie so schön wusch machen lassen, sind immer noch ein Engpass, so ein neuer Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS).\n\nDer Bericht, der sich wie ein Warnhinweis für die Ambitionen des Pentagons liest, stellt fest, dass Feststoffraketenmotoren weiterhin ein Nadelöhr in der gesamten US-Raketenindustrie darstellen, selbst während das Verteidigungsministerium eine starke Steigerung der Abfangraketenproduktion vorbereitet. Der Haushaltsantrag des Pentagons für 2027 umfasst mehr als 73 Milliarden Dollar für Raketenprogramme, sowohl aus Pflicht- als auch aus Ermessensausgaben, ein Anstieg gegenüber dem bisherigen Höchststand von 29 Milliarden Dollar im Jahr 2024 – denn anscheinend gibt es beim In-die-Luft-Jagen von Dingen kein „zu viel".\n\nDas Pentagon erwartet Auslieferungen von mehr als 2.100 Luft- und Raketenabwehr-Abfangraketen im Kalenderjahr 2027, ein Anstieg von etwa 70% gegenüber knapp 1.300 im Jahr 2021. Aber CSIS sagt, dass dieses Niveau immer noch weit unter den erklärten Produktionszielen des Ministeriums von etwa 5.000 Abfangraketen pro Jahr für Armee-, Marine- und Luftwaffenprogramme liegt. „Um diese Ziele zu erreichen, müssen unzählige Herausforderungen bei der Steigerung der Abfangraketenproduktion bewältigt werden", heißt es in dem Bericht, der hilfreich hinzufügt, dass die Ziele vor der Operation Epic Fury festgelegt wurden, die den Druck erhöhen könnte, die Anfang 2026 eingesetzten Abfangraketen wieder aufzufüllen.\n\nDie Studie, gesponsert von Raytheon Technologies, Ursa Major und X-Bow Systems – was so ist, als würde man einen Bäcker bitten, eine Bäckerei zu bewerten – argumentiert, dass die industrielle Basis für Luft- und Raketenabwehr-Abfangraketen nicht für einen langen Konflikt mit hohen Raketenverbrauchsraten ausgelegt ist. Ein zentrales Anliegen ist, dass Feststoffraketenmotoren unter fast jedem großen US-Raketenprogramm sitzen. Probleme bei der Motorproduktion, Treibstoffzutaten, Düsen, Inspektionskapazität oder der spezialisierten Belegschaft können sich wie eine schlechte Charge Bürokaffee auf mehrere Waffenlinien auswirken.\n\nDie aktuellen Engpässe spiegeln jahrelange Konsolidierung wider. Zwischen 2000 und 2015 schrumpfte die heimische Feststoffraketenmotorindustrie von sechs auf zwei Lieferanten: Aerojet Rocketdyne und Orbital ATK. Diese Unternehmen sind heute Teil von L3Harris bzw. Northrop Grumman – denn nichts sagt „nationale Sicherheit" wie weniger Optionen. Eine neue Gruppe von Anbietern ist seitdem in den Markt eingetreten, darunter X-Bow, Ursa Major, Firehawk, Castelion, Anduril, Nammo, Avio USA und Prometheus Energetics. CSIS sagt, dass diese Unternehmen die Lieferbasis irgendwann diversifizieren könnten, aber viele haben noch nicht gezeigt, dass sie von Prototypen oder begrenzter Produktion zu großen Produktionschargen übergehen können.\n\nDer Bericht weist auch auf eine Verschiebung in der Raumfahrtindustrie hin. Der kommerzielle Start half einst, die Nachfrage nach Feststoffraketenmotoren zu stützen, insbesondere während der Space-Shuttle-Ära. Aber ein Großteil des kommerziellen Startmarktes hat sich in Richtung Flüssigkeitsantrieb bewegt, wodurch die Rolle des Raumfahrtsektors als stabilisierende Nachfragequelle für Feststoffmotorlieferanten reduziert wurde. Während SpaceX also damit beschäftigt ist, Raketen wiederzuverwenden, sitzt das Pentagon mit dem Feststoffäquivalent eines Einwegfeuerzeugs fest.\n\nCSIS argumentiert, dass die Behebung des Problems mehr als Notfallfinanzierung erfordern wird. Der Bericht fordert stabile Nachfragesignale, mehrjährige Käufe, direkte Investitionen in Lieferanten, Reform der Anforderungen und breitere Akzeptanz neuer Lieferanten. Die Investition des Pentagons in Höhe von 1 Milliarde Dollar in die L3Harris-Feststoffraketenmotorproduktion ist nützlich, so der Bericht, aber solche direkten Lieferanteninterventionen „können ein proaktiveres Lieferkettenmanagement durch die Regierung und die Hauptauftragnehmer nicht ersetzen". CSIS sagt, dass diese Investitionen dazu neigen, sichtbare Engpässe anzugehen, anstatt zukünftige zu verhindern, und können eine anhaltende Nachfrage des Regierungskunden nicht ersetzen.\n\nDer Bericht sagt auch, dass Beschaffungsregeln und kostenorientierte Anforderungen es erschweren können, neue Materialien, Komponenten und Fertigungsprozesse einzuführen. Das kann die Flexibilität etablierter Lieferanten einschränken und gleichzeitig den Markteintritt neuerer Anbieter verlangsamen.
Pentagons Raketenbau-Wahn drückt Schlummerknopf für Feststoffraketenmotoren
Das Pentagon will 5.000 Raketen pro Jahr bauen, aber Feststoffraketenmotoren sind immer noch der Spielverderber, und Geld auf das Problem zu werfen, könnte es nicht lösen.