In einer atemberaubenden Entwicklung, die absolut niemanden überraschen wird, der jemals gewählt hat, haben Mathematiker offiziell bestätigt, dass eine perfekt faire Wahl mathematisch unmöglich ist. Die Studie der University of Cambridge und der University of Copenhagen untersuchte jedes Wahlsystem von Mehrheitswahl bis Verhältniswahl und stellte fest, dass alle Kompromisse beinhalten – normalerweise zwischen lokaler Repräsentation, nationaler Proportionalität und der Größe des Parlaments. Im Wesentlichen kann man zwei haben, aber nie alle drei. Es ist keine Korruption oder Verschwörung, es ist nur Mathematik, die wie üblich der Stimmungskiller ist.

Die Forschung wurde durch die dänische Wahl 2022 inspiriert, bei der zum ersten Mal seit 75 Jahren Stimmen und Sitze nicht übereinstimmten. Dänemark verwendet ein zweistufiges Verhältniswahlsystem, aber mit mehr Parteien, die die Stimmen aufteilen, reichten die 40 'Ausgleichssitze' nicht aus, um das Gleichgewicht herzustellen. Wie Koautor Dr. Frederik Ravn Klausen es ausdrückte: 'Im Wesentlichen hat es das System fast zerbrochen.' Die Sozialdemokraten erhielten einen Sitz mehr, als ihrem Stimmenanteil zustand, und dieser eine Sitz entschied die Wahl. Im Vereinigten Königreich wäre das ein Dienstag, aber in Dänemark ist es offenbar eine Krise.

Deutschland hat sein eigenes Drama: Der Bundestag wuchs 2021 von 598 auf 736 Sitze, weil die Verhältnismäßigkeit mehr Ausgleichssitze erforderte. Reformen 2023 stoppten die endlose Ausweitung, entfernten jedoch die Garantie, dass jeder lokale Gewinner einen Platz bekommt. Schweden macht sich Notizen. Das Vereinigte Königreich opfert derweil einfach die Verhältnismäßigkeit. Bei der Wahl 2024 ergatterte Labour 63% der Sitze mit nur 33,7% der Stimmen, während Reform UK 14,3% der Stimmen und satte fünf Sitze von 650 erhielt. Wie Klausen warnt, könnte die nächste britische Wahl eine noch größere Diskrepanz sehen.

Die Forscher wiesen nicht nur auf das Problem hin; sie schlugen auch eine Lösung vor. Ihr Algorithmus, 'geografisch eingestufte garantierte Verhältnismäßigkeit', würde Sitze rein nach nationalem Stimmenanteil zuweisen und dann lokale Kandidaten nach Leistung einstufen und Sitze entlang der Liste auffüllen. Es würde Verhältnismäßigkeit garantieren, aber regionale Bindungen schwächen – ein Kandidat könnte seinen Wahlkreis gewinnen und trotzdem keinen Sitz erhalten, wenn seine Partei bereits ihre Quote anderswo erreicht hat. Also kein perfektes System, aber einige sind besser als andere. Wie Klausen sagt: 'Dass entweder Verhältnismäßigkeit, Regionalität oder feste Parlamentsgröße geopfert werden müssen, ist keine Entschuldigung.' Und damit landet die Studie in den Annals of Operations Research, vermutlich um von jeder Regierung je ignoriert zu werden.