EVs sind teurer zu versichern, weil sie im Wesentlichen riesige, zerbrechliche iPhones auf Rädern sind
Neue Crashtests zeigen, dass kleine EV-Unfälle zu 4.000 £ teuren Reparaturen und Totalschäden führen können, dank verklebter Komponenten und teurer Batterien – aber die Hersteller lernen langsam, sie reparierbar zu machen.
In einem Crashtest-Labor nahe Newbury tippt ein Dacia Spring sanft gegen eine Barriere bei 6 mph. Kein dramatisches Trümmerfeld, kein fliegendes Glas – nur die Art von Blechschaden, bei dem man auf dem Parkplatz leise vor sich hin flucht. Aber klappen Sie die Motorhaube hoch, und der Schaden erzählt eine andere Geschichte: Die Hochspannungsladebuchse, der Wechselrichter und die Verkabelung sind zerstört, mit Reparaturkosten von geschätzten 4.000 £. Thatcham Research, das für Versicherungen arbeitet, sagt, dass eine solche Rechnung bedeutet, dass das Auto wahrscheinlich als Totalschaden abgeschrieben wird – für das, was bei einem Benziner eine kleine Unannehmlichkeit wäre.
Thatchams Tests zielen darauf ab zu verstehen, warum EVs höhere Versicherungsprämien verursachen – im Durchschnitt 30 % teurer zu reparieren und 14 % länger zu reparieren als Benzin- oder Dieselfahrzeuge, was sich in 10-25 % höheren Versicherungskosten niederschlägt. Der Verband der Automobilindustrie (SMMT) berichtet, dass EVs im Juni fast jeden dritten Neuwagenverkauf in Großbritannien ausmachten. Aber Ian Plummer von Autotrader merkt an, dass "der weitere Kontext aufgrund von politischer Unsicherheit und externem Druck fragil bleibt". Steve Fowler von Carblah bringt es auf den Punkt: "Es ist absolut entscheidend, dass Elektrofahrzeuge billiger zu versichern werden."
Die Ursache, so Dan Harrowell, leitender Ingenieur für fortschrittliche Technologien, ist die obsessive Gewichtseinsparung durch Integration von Komponenten – verklebt statt verschraubt, sodass man kein Einzelteil ersetzen kann; man ersetzt das ganze System. In einem Werkstattbeispiel würde ein fast neues EV mit kleinen Kratzern an der Schutzabdeckung des Batteriegehäuses einen vollständigen Batteriewechsel erfordern, was, da die Batterie etwa 40 % des Autowerts ausmacht, das Fahrzeug im Wesentlichen zum Totalschaden macht.
Hinzu kommt der Ansturm chinesischer EV-Hersteller, deren Heimatmarktlöhne niedrig genug sind, dass sie sich nicht um eine einfache Reparatur kümmern. Stuart Masson von The Car Expert weist auf Teile- und Technikermangel hin, was längere Werkstattzeiten und teurere Leihwagen bedeutet – alles treibt die Prämien in die Höhe. Trotzdem gibt es Fortschritte: Die neuesten EV-Modelle haben nur noch 18 % höhere Reparaturkosten als konventionelle Autos, und Thatcham hat einen Bauplan für Hersteller erstellt, um Reparaturen zu vereinfachen. Renault, Mutter von Dacia, sagt, dass es daran arbeitet, Batteriepaket-Reparaturen machbarer zu machen. Es gibt also Hoffnung – solange Sie nichts anrempeln.
The Good Times
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