Präsident Trump hat eine vorübergehende Aussetzung der Bundesbenzinsteuer vorgeschlagen – ein Schritt, der nett klingt, bis einem klar wird, dass die Steuer nur 18,4 Cent pro Gallone beträgt und die Autobahnen des Landes bereits finanziell am Boden sind. NPRs Camila Domonoske erklärt, dass die Aussetzung zwar die Preise an der Zapfsäule senken könnte, aber ein Teil der Ersparnisse von Raffinerien und Tankstellen aufgefressen werden könnte, sodass Autofahrer nicht die vollen 18 Cent sehen würden. Die Idee, die vor ein paar Wochen aufkam, sollte die Frustration der Wähler über steigende Benzinpreise lindern, die durch den Krieg im Iran verursacht wurden und Vierjahreshochs erreicht haben. Aber um sie umzusetzen, muss der Kongress handeln, und trotz einiger Gesetzesentwürfe hält niemand den Atem für eine Abstimmung an.
Nun zum Nachteil – und der ist nicht zu unterschätzen. Eine Senkung der Benzinkosten ermutigt die Leute, mehr zu kaufen, was die Preise wieder in die Höhe treiben könnte. Grundsätzlicher: Der Bundesautobahnfonds lebt seit Jahren auf Pump. Die Benzinsteuer, sehen Sie, ist kaputt. Sie liegt seit über 30 Jahren bei 18,4 Cent pro Gallone – das sind Cent pro Gallone, kein Prozentsatz, also steigt sie nicht mit der Inflation. In der Zwischenzeit sind Straßenreparaturen teurer geworden, Autos effizienter, und die Leute fahren pro Kopf etwas weniger. Das Ergebnis? Die Steuer deckt die Autobahnkosten nicht mehr, und es wird jedes Jahr schlimmer.
Warum hat die Bundesregierung sie nicht erhöht? Wie Adam Hoffer von der Tax Foundation es ausdrückt: „Niemand mag Benzinsteuern. Politiker mögen sie nicht. Autofahrer mögen sie nicht. Wähler mögen sie nicht.“ Einige Bundesstaaten haben ihre Benzinsteuern clever auf automatische Anpassung eingestellt – Florida koppelt sie an die Inflation, die Mittelatlantikstaaten an die Benzinpreise – aber auf Bundesebene ist eine Erhöhung der Steuer ein politisches Tabu. Und es braut sich ein noch größeres Problem zusammen: Elektrofahrzeuge nutzen Autobahnen, zahlen aber keine Benzinsteuer. Mit der Verbreitung von EVs werden die Einnahmen weiter schrumpfen.
Was ist also die Lösung? Einige Bundesstaaten haben höhere EV-Zulassungsgebühren, aber diese verlangen von EV-Fahrern oft mehr, als Benzinfahrer an Steuern zahlen. Autohersteller wollen eine fahrzeuggewichtabhängige Gebühr – Lkw zahlen mehr als Limousinen. Andere drängen auf Straßennutzungsgebühren, bei denen man nach gefahrener Strecke zahlt, gemessen per Kilometerzähler oder Gerät. Etwas muss sich ändern, denn bei all dem Gerede über eine Steuerpause ist die Benzinsteuer ohnehin grundsätzlich zum Scheitern verurteilt. Und wie NPRs Domonoske anmerkt, mag auch niemand Schlaglöcher.