Ein Denkmal in Washington, D.C. zu errichten, ist normalerweise ein langsamer, quälender Prozess mit Plänen, Überarbeitungen, Studien und Konsultationen mit Denkmalschützern, Historikern, Stämmen und Architekten. Die Idee ist, die sorgfältig choreografierte Symbolik der Stadt zu bewahren. Donald Trump hingegen zieht es vor, seinen Stempel vor dem Ende seiner Amtszeit zu hinterlassen – und er ist kein großer Freund von Choreografie.
Sein vorgeschlagener „United States Triumphal Arch“ – ein 250 Fuß hohes Granitmonster, das am Memorial Circle gegenüber dem Lincoln Memorial geplant ist – durchläuft derzeit das Standardverfahren, einschließlich einer denkmalrechtlichen Prüfung namens Section 106. Doch während der Vorschlag voranschreitet, erwägt eine unabhängige Bundesbehörde, die Trump leise umgestaltet hat, Änderungen der Regeln für Section 106. Der Schritt könnte nicht nur Trumps Bogen beschleunigen, sondern auch Bundesprojekte, die historische Stätten im ganzen Land betreffen, während die Kontrolle reduziert wird.
Eine E-Mail vom 17. Juli und Entwürfe von Änderungen, die The Atlantic erhalten hat, zeigen, dass der Advisory Council on Historic Preservation (ACHP) über eine Abstimmung zur Überarbeitung der Section-106-Regeln nachdenkt. Der Vorschlag würde den Bundesbehörden mehr Ermessensspielraum bei denkmalrechtlichen Prüfungen einräumen, die Schadensminderung gegenüber der Vermeidung von Schäden priorisieren und die Erwartungen an die Prüfung alternativer Entwürfe oder Standorte zurückschrauben. Die Änderungen könnten es einfacher machen, den Bogen so und dort zu bauen, wie Trump es will.
Sara Bronin, Juraprofessorin und ehemalige Vorsitzende des ACHP, sagte The Atlantic, der Vorschlag gehe noch weiter: Er würde geschützte historische Stätten eingrenzen, die Konsultation von Stämmen schwächen, die Beteiligung der Öffentlichkeit einschränken und große Kategorien von Projekten ausnehmen. „Wenn diese Vorschriften angenommen werden, werden sie vor Gericht angefochten, und ich bezweifle, dass sie der richterlichen Prüfung standhalten“, sagte sie.
Schon vor der Neufassung hat die Trump-Administration den Prüfungsprozess gestrafft. Der Bogen hat eine wichtige Kommission passiert und wird voraussichtlich im September eine weitere Genehmigung erhalten, trotz einer Klage von Vietnamkriegsveteranen und eines Denkmalschützers sowie wachsender öffentlicher Ablehnung (52 % dagegen in einer aktuellen Umfrage). Das Bauwerk, das mit vergoldeten geflügelten Statuen bestückt ist, wurde als „Monstrosität“, „geschmackloser, greller Schandfleck“, billige Kopie des Arc de Triomphe und „McMonument“ bezeichnet – ein Seitenhieb auf seinen Preis von 100 Millionen Dollar.
Das Innenministerium (DOI) hat keine Genehmigung des Kongresses für das Projekt erhalten, obwohl neue Denkmäler im zivilen Kern Washingtons normalerweise ein Gesetz erfordern. Das DOI hat auch nicht erwogen, den Bogen an einen anderen Standort zu verlegen. Stattdessen planen die Bautrupps, 20 Stunden am Tag, das ganze Jahr über zu arbeiten, um das Projekt vor dem Ende von Trumps zweiter Amtszeit abzuschließen.
Ein Beamter des Weißen Hauses sagte, die Regierung „habe alle rechtlichen Anforderungen erfüllt und werde dies auch weiterhin tun“. Tatsächlich zeigt der Prozess, wie die Regierung technisch gesehen Benchmarks eingehalten, sie aber ausreichend verzerrt hat, um eine schnelle Genehmigung zu gewährleisten. Indem er die Bürokratie im Eiltempo durchläuft, könnte Trump beweisen, dass die Regeln, die die Hauptstadt geprägt haben, nun obsolet sind.
Nach dem Commemorative Works Act von 1986 sind neue Denkmäler im „Reserve“-Bereich der National Mall verboten, aber der Memorial Circle liegt knapp außerhalb. Vorschläge müssen Schritte durchlaufen, die normalerweise mit einem Kongressbeschluss beginnen – was nicht geschehen ist. Das DOI beruft sich auf einen Plan von 1925 für Säulen, die nie gebaut wurden, obwohl Säulen und Bögen sich überhaupt nicht ähneln.
Stattdessen hat die Regierung den Vorschlag durch die Commission of Fine Arts und die National Capital Planning Commission vorangetrieben, die beide von Trump ernannten Personen geleitet werden. Der National Park Service hat eine Section-106-Prüfung eingeleitet, die Jahre dauern kann, aber voraussichtlich im September abgeschlossen sein wird. Die Teilnehmer haben kein Vetorecht, aber Denkmalschützer sagen, die Trump-Administration habe den Prozess überstürzt, indem sie späte Einladungen verschickte, die öffentliche Kommentierung einschränkte und alternative Standorte ausschloss.
Denkmalschützer sehen Section 106 als Dialog, nicht als bloße Abnickerei. Für den Bogen hat das DOI routinemäßige Konsultationspartner weitgehend von den Diskussionen ausgeschlossen und stattdessen auf eine „Standard“-Liste zurückgegriffen. Sechs Gruppen, die den Status beantragt hatten...