Qantas‘ glänzender neuer Ultra-Langstreckenjet ist am Freitag endlich auf australischem Boden gelandet, nach einem 19-stündigen Testflug aus Frankreich, bei dem 67.000 Flugzeug-Nerds auf Flightradar24 klebten. Der Airbus A350-1000ULR – entwickelt für bis zu 22 Stunden Nonstop-Flug auf der Strecke Sydney-London, die für Oktober 2027 erwartet wird – startete am Donnerstag im Airbus-Werk in Toulouse und landete um 10:46 Uhr Ortszeit in Melbourne, nach fast 17.000 Kilometern. Das Flugzeug, das noch nicht Qantas‘ offizielle weiß-rote Lackierung trägt, sondern einen beigen Anstrich mit Logos, wird das Wochenende in Melbourne verbringen, bevor es am Montag nach Toulouse zurückfliegt – ein Rückflug, der laut Qantas-Chefpilot Alex Passerini 23 Stunden dauern wird, bei dem die Crew alles von Treibstofftransfer bis zur Klimaanlage testet. „Alle werden müde werden“, bemerkte Passerini weise. Das Testmodell ist der erste seiner Art, der fliegt, nachdem es am 2. Juni einen 3-stündigen-43-minütigen Ausflug über Frankreich unternommen hatte. Qantas hat 12 dieser Bestellungen aufgegeben, jeder mit 238 Sitzen (denn wer braucht schon 300+, wenn man extra Treibstofftanks haben kann?), aber der erste in richtiger Lackierung – namens Vega – wird erst im April 2027 ausgeliefert. Dies ist eine weitere Verzögerung für Qantas‘ Project Sunrise, das mehrfach verschoben wurde; der neueste Plan sah den Start in der ersten Hälfte von 2027 vor, aber Airbuss Juni-Update verschob ihn auf April 2027. Qantas hatte zuvor Melbourne, Brisbane und Sydney als Drehkreuze für Direktflüge nach London und New York genannt, aber die Juni-Ankündigung war diesbezüglich bemerkenswert vage, was darauf hindeutet, dass die Fluggesellschaft die Routen je nach Kundennachfrage anpassen wird – was auf Deutsch „mal sehen“ heißt.