Der Channel-Islands-Nationalpark, die Fünf-Insel-Kette vor der Küste Kaliforniens, die Ökologen liebevoll 'Galapagos Nordamerikas' nennen, hat kürzlich eine weniger charmante Ähnlichkeit mit ihrem äquatorialen Namensvetter gezeigt: eine Neigung zu brennen. Im Mai 2026 wurde Santa Rosa Island – die zweitgrößte Landmasse des Parks – für die Öffentlichkeit gesperrt, während Feuerwehrleute mit einem Wildfeuer kämpften, das Grasland, Küstensalbei-Gestrüpp und Insel-Chaparral fraß.
Das Feuer wurde am 15. Mai 2026 erstmals aus einem Flugzeug gesichtet und noch am selben Morgen vom National Park Service bestätigt. Der Satellit Landsat 9, stets der aufmerksame Beobachter, nahm am nächsten Tag Bilder auf, die zeigten, dass die verbrannte Fläche bereits auf 5.690 Acres (2.300 Hektar) angewachsen war. Bis zum 19. Mai hatte sie etwa 16.600 Acres (6.700 Hektar) versengt und einen Großteil des südöstlichen Quadranten der Insel verzehrt. Ihr Umfang bleibt vorerst trotzig unkontrolliert.
Eines der Satellitenbilder ist eine Falschfarben-Komposition, die Wellenlängen nutzt, die den Rauch durchdringen, um die verbrannte Erde als dunkelbraunen Schmier zu enthüllen, wobei die aktiv brennende Feuerfront im Infrarot orange glüht. Das Begleitbild zeigt dieselbe Szene in natürlichen Farben – denn manchmal muss man den Rauch sehen, der über den Pazifik strömt, um die Situation vollständig zu würdigen.
Beamte und lokale Nachrichten bestätigten, dass das Feuer von Menschen verursacht wurde, obwohl die Ermittler noch versuchten, genau herauszufinden, wie jemand es geschafft hatte, die 'Galapagos Nordamerikas' in Brand zu setzen. Das Feuer brannte Berichten zufolge in der Nähe eines Bestands von Torrey-Kiefern – einer seltenen Baumart, die in den Vereinigten Staaten nur auf Santa Rosa Island und in der Nähe von San Diego natürlich vorkommt. Natürlich tut sie das.