Annabel Yates, eine Bewohnerin von Crackington Haven in Cornwall, hat kürzlich gelernt, dass der Weg zur Bankerleuchtung eine 94-Meilen-Rundreise nach Truro ist. Ihre Suche begann mit einem Scheck über 900 Pfund von HM Revenue and Customs, der sich aufgrund fehlender Perforationsränder weigerte, mit der App ihrer Bank zu kooperieren – was beweist, dass sogar Schecks passiv-aggressiv sein können.
Yates versuchte dann, ihre örtliche Postfiliale zu nutzen, nur um festzustellen, dass die Lloyds Banking Group im Januar ihre Scheck-Einzahlungspartnerschaft mit der Post beendet hatte. Dies ließ ihr die Wahl zwischen einer 94-Meilen-Fahrt nach Truro, der App der Bank (die bereits versagt hatte) oder einem Freipost-Service, den sie für einen Scheck dieser Größe als zu riskant erachtete. „Früher war das Ethos von Lloyds, Banking einfach zu machen“, bemerkte Yates. „Ich denke, das ist eine Umkehrung dessen.“
Lloyds seinerseits wies darauf hin, dass Schecks jetzt nur noch 0,1 % der Zahlungen in Großbritannien ausmachen – eine Statistik, die den 0,1 %, die immer noch auf sie angewiesen sind, wenig Trost spendet. Die Bank schlug vor, dass Kunden ihre App nutzen, eine Filiale aufsuchen oder den Scheck per Freipost einsenden. HMRC stellte klar, dass seine Schecks tatsächlich ohne Perforationsränder gescannt werden können – eine Tatsache, die vor Yates‘ Roadtrip nützlicher gewesen wäre.
Joanna Bickersteth, Postmeisterin der Marshgate Post Office, bestätigte, dass Yates‘ Tortur keine Ausnahme ist, und stellte fest, dass viele Kunden über den Verlust des Postdienstes „frustriert“ sind. Selbst eine neue Bankfiliale in Bude, beklagte sie, könne keine Schecks annehmen, weil sie auf Posteinrichtungen angewiesen sei. So bleiben ländliche Bewohner vor die Wahl gestellt zwischen rein digitalem Banking und einer malerischen Fahrt, die sich als Ausdauertest entpuppt.