Europas Raumfahrtindustrie zwischen Rakete und hartem Platz, wie eine Studie zeigt
SpaceX hat den Startmarkt in eine Ein-Mann-Show verwandelt und lässt Europa zwischen teuren heimischen Raketen oder einem Mitfahrgelegenheit auf amerikanischer Technologie wählen.
Vor einem Jahrzehnt begann SpaceX, die ersten Stufen der Falcon 9 mit einer Regelmäßigkeit zu landen, die einen Metronomen neidisch machen würde. Schnellspult man in die Gegenwart, fliegt das Unternehmen die Rakete dutzende – dann hunderte – Male im Jahr und macht den globalen Startmarkt im Alleingang zu einer Ein-Mann-Show.
Neue Forschungsergebnisse, veröffentlicht in Economics Letters von Politik-Experten aus Großbritannien und Italien, analysieren über 6.700 Starts von 1960 bis 2025, um zu quantifizieren, wie sehr SpaceX den Raumfahrt-Obstkarren umgeworfen hat. Die Ergebnisse sind, sagen wir mal, einseitig.
Seit 1990 hat die USA die kumulative Nutzlast Russlands in die Umlaufbahn mehr als verdoppelt. Der US-Anteil an der globalen Nutzlast, der von fast 50% im Jahr 1995 auf unter 20% im Jahr 2012 zusammengebrochen war, ist seitdem auf über 82% im Jahr 2024 zurückgeschossen. Russland hingegen starrt vermutlich mit einem wehmütigen Seufzer auf seine Sojus-Raketen.
Was die Kosten betrifft, ist es nicht einmal knapp. Die durchschnittlichen Kosten pro Kilogramm in die Umlaufbahn liegen in den USA jetzt bei 3.225 $. Japan: 5.287 $. China: 5.809 $. Russland: 6.682 $. Europa: ein geldbeutelquetschende 9.897 $. Indien, trotz seines frugalen Raumfahrt-Rufs, zahlt fast 15.000 $ pro Kilogramm – obwohl die Forscher anmerken, dass dies daran liegt, dass sie kleine Raketen starten, sodass die Fixkosten über eine begrenzte Nutzlast amortisiert werden. Frugal, aber teuer.
Was ist also das Geheimrezept? Größere Raketen, mehr Starts und Wiederverwendung. Jede Menge Wiederverwendung. Europa hingegen wartet immer noch auf seinen Themis-Testträger, der hüpfen soll – ein Programm, das bis 2022 Tiefflugtests absolvieren sollte und die Startrampe noch nicht verlassen hat. Langsam und schwerfällig, in der Tat.
Das lässt europäische Politiker in der Klemme: weiterhin Fahrten bei SpaceX und anderen amerikanischen Anbietern mieten oder es allein mit teurer, schlecht skalierbarer heimischer Technik versuchen. Die Forscher nennen es 'zwischen einem Felsen und einem harten Platz' – eine treffende Metapher für eine Industrie, die scheinbar nicht vom Boden abheben kann.
Die Schlussfolgerung? Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Nationen ihre Startfähigkeiten modernisieren. Die USA dominieren bei wiederverwendbaren Raketen, chinesische Firmen drängen voran, und Europa versucht immer noch herauszufinden, wie man eine Rakete baut, die nicht bei jedem Start einen neuen Motor braucht. Vielleicht sollten sie sich Notizen aus Elons Spielbuch machen.
The Good Times
Nachrichten in deinem Posteingang.
Eine sardonische Zusammenfassung, nach deinem Zeitplan geliefert. Kostenlos. Abmelden wann immer du willst.
Schon angemeldet, aber wir landen nie in deinem Posteingang? Schau in den Spam-Ordner und klicke auf 'Kein Spam' (oder 'Aus Spam entfernen'), um uns aus dem Junk-Mail-Fegefeuer zu befreien. Du hilfst damit auch allen anderen.
Öffnest du einen Monat lang keine unserer E-Mails, wirst du automatisch von der Liste entfernt.
Rewrite Article
Select parts to regenerate with a fresh AI pass. Translations will be updated automatically.
Generate AI Image
Creates a sardonic version of the article image using OpenAI.