In einem Schritt, der absolut niemanden überraschen wird, der jemals einen Supermarktgang gesehen hat, hat die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) die Übernahme des britischen Mahlzeitenersatz-Herstellers Huel durch Danone für 1 Milliarde Euro (864 Millionen Pfund) abgesegnet. Das grüne Licht kommt nach einer Überprüfung, die vermutlich viel Nachdenken und vielleicht ein paar Proteinshakes beinhaltete.

Huel, das in Hertfordshire ansässige Geistesprodukt von Julian Hearn (gegründet 2015), verspricht ernährungsphysiologisch vollständige Lebensmittel, die die Essenszeiten verkürzen und gleichzeitig essentielle Nährstoffe liefern. Denn wer hat heutzutage noch Zeit zum Kauen? Der französische Lebensmittelriese Danone sieht dies derweil als goldenes Ticket, um im Ernährungssektor zu wachsen und Huel bei seinen globalen Expansionsplänen zu helfen. Es ist eine Verbindung, die im Unternehmenshimmel geschlossen wurde.

Danones britisches Portfolio umfasst bereits die Säuglingsmilchmarken Aptamil und Cow & Gate, die Joghurtmarken Activia und Actimel sowie die Wassermarken Evian und Volvic. Jetzt kommen also pflanzliche Fertiggerichte, Riegel und Gesundheitsgetränke hinzu. Huel wächst schneller als ein Chiasamen in einem feuchten Papiertuch und hat sein Sortiment um allerlei schüttelbare Nahrung erweitert.

Steven Bartlett, der Star aus "Die Höhle der Löwen" und Podcaster, war zuvor Direktor der Ernährungsmarke, die schon einige Zusammenstöße mit der Werbeaufsicht hatte. Einige Huel-Werbeanzeigen wurden wegen "irreführender" Behauptungen verboten, insbesondere über die Kosteneinsparungen, wenn man eine normale Ernährung durch Mahlzeitenersatz-Shakes ersetzt. Denn nichts sagt "ernährungsphysiologisch vollständig" wie falsche Werbung.

Die CMA gab interessierten Parteien die Möglichkeit, Bedenken zu möglichen Wettbewerbsproblemen zu äußern, aber am Ende entschied die Regulierungsbehörde, dass die Fusion wie geplant fortgesetzt werden kann. Danone und Huel können nun also losziehen und die Welt der bequemen Ernährung erobern, einen Shake nach dem anderen. Beide Unternehmen wurden um einen Kommentar gebeten, aber wir vermuten, sie sind zu beschäftigt mit Mixen.