Toyota, BMW, Bosch und Repsol beschließen zu testen, ob Autos mit diesem erneuerbaren Benzin-Zeug fahren können, von dem sie schon gehört haben
Toyota, BMW, Bosch und Repsol testen in Spanien, ob ihre Autos mit erneuerbarem Benzin fahren können, denn warum nicht die Zukunft ausprobieren, bevor man sich festlegt?
Toyota Motor Europe, BMW Group, Bosch und Repsol haben in Spanien einen sechsmonatigen Pilotversuch gestartet, um zu testen, ob herkömmliche Benzin-Fahrzeuge vollständig mit 100 % erneuerbarem Benzin betrieben werden können. Denn wer liebt nicht einen guten altmodischen Ausflug für sein Auto?
Das Programm nutzt eine Flotte von etwa zwanzig Fahrzeugen, darunter Toyota- und Lexus-Personenwagen von Toyota España sowie einige BMWs, die alle mit Repsols Nexa 95 erneuerbarem Benzin betankt werden. Bosch hat ein digitales Kraftstoffverfolgungssystem namens „Digital Fuel Twin“ bereitgestellt, das sich wie etwas aus einem Science-Fiction-Film anhört, aber eigentlich nur eine Möglichkeit ist, die Nutzung des erneuerbaren Kraftstoffs zu überprüfen, indem Tankaufzeichnungen von Fahrzeugsystemen, Tankstellen und Kraftstoffkartentransaktionen gesammelt und abgeglichen werden.
Spanien wurde für den Pilotversuch ausgewählt, weil es dort erneuerbare Kraftstoffe gibt, die Partner mitspielen wollten und Toyota España operative Unterstützung leistete. Pascal Ruch, Vizepräsident für Unternehmens- und Regierungsangelegenheiten bei Toyota Motor Europe, sagte: „Wir glauben, dass erneuerbare Kraftstoffe neben der Elektrifizierung eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen spielen können. Mit fortschreitendem Übergang wird deutlich, dass ein wachsendes Risiko besteht, dass 100 % emissionsfreie Fahrzeuge bis 2035 möglicherweise nicht vollständig erreicht werden.“ Mit anderen Worten: Sie sichern sich ab.
Der Pilotversuch soll zeigen, wie erneuerbare Kraftstoffe heute zur Dekarbonisierung beitragen können, sowohl für neue als auch für bestehende Fahrzeuge. Nexa 95 wird aus Rohstoffen hergestellt, die der Erneuerbare-Energien-Richtlinie entsprechen, und reduziert die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichem fossilem Kraftstoff erheblich. Es funktioniert auch mit vorhandenen Motoren und Tankinfrastruktur ohne Modifikation, was praktisch ist.
Die Unternehmen sagten, das Projekt basiere vollständig auf bereits genutzten Fahrzeugen und Infrastruktur, ohne dass neue Automobiltechnologie oder Infrastrukturinvestitionen erforderlich seien. Da sich die EU-Politik weitgehend auf Elektrifizierung konzentriert hat, soll der Pilotversuch Beweise für breitere Diskussionen über Technologieneutralität bei der Reduzierung von Emissionen aus dem Automobilsektor liefern. Zwischenergebnisse und Erkenntnisse werden mit EU-Politikern, Branchenteilnehmern und Medienorganisationen geteilt und tragen zur breiteren Diskussion darüber bei, ob VEEF-Fahrzeuge (Fahrzeuge, die ausschließlich mit förderfähigen Kraftstoffen betrieben werden) in regulatorischen Rahmenwerken anerkannt werden könnten.
Stefan Heller, Leiter der BMW Group VEEF-Programmentwicklung, fügte hinzu: „Unsere BMW- und MINI-Fahrzeuge als Teil dieses zukunftsorientierten Pilotversuchs werden helfen, wertvolle Daten zu sammeln, die es uns ermöglichen, unseren globalen Kunden auch in Zukunft den besten und effizientesten Antriebsstrang anzubieten.“ Denn wenn es eines gibt, das BMW liebt, dann ist es ein zukunftsorientierter Pilotversuch.
The Good Times
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