Emad Dlala, ein Top-Manager des EV-Herstellers Lucid Motors, hat das Unternehmen verlassen, nur wenige Monate nachdem er in eine führende Rolle befördert wurde, wie TechCrunch erfahren hat.
Dlalas Abgang ist der erste große Führungswechsel seit Lucid Motors im April Silvio Napoli als neuen CEO auswählte. Napoli kam zu Lucid, nachdem er seine Karriere in verschiedenen Führungspositionen beim Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Schindler Group verbracht hatte. Er hat seine CEO-Rolle offiziell erst letzte Woche angetreten.
In einer Erklärung gegenüber TechCrunch bestätigte Lucid Motors Dlalas Abgang und sagte, das Unternehmen „transformiere seine Organisation, um Innovationen zu beschleunigen und die Umsetzung unter CEO Silvio Napoli zu stärken.“
Im Rahmen dieser Transformation teilte Lucid Motors mit, dass Vivek Attaluri, Vice President of Vehicle Engineering, und Marc Solsona Palomar, Vice President of Software, nun direkt an Napoli berichten werden.
„Emad Dlala hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen, um andere Möglichkeiten zu verfolgen. Wir danken Emad für seine vielen Beiträge im Laufe der Jahre und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei seinen zukünftigen Unternehmungen. Lucid bleibt darauf fokussiert, unsere Organisation und Prozesse zu straffen, um die Stärke unseres Teams voll auszuschöpfen, und wird bald weitere Maßnahmen bekannt geben“, hieß es in der Erklärung des Unternehmens.
Dlala war mehr als ein Jahrzehnt bei Lucid Motors, was ihn zu einem der dienstältesten Mitarbeiter und Führungskräfte des Unternehmens machte. In den letzten fünf Jahren war er sowohl Vice President als auch Senior Vice President des Antriebsstrangteams von Lucid Motors.
Im November wurde er in eine Rolle befördert, die die gesamte „Engineering and Digital“-Abteilung umfasste, gleichzeitig trennte sich Lucid Motors von seinem langjährigen Chefingenieur Eric Bach. Bach hat Lucid Motors daraufhin wegen unrechtmäßiger Kündigung verklagt – obwohl diese Klage kürzlich bis zur Schlichtung ausgesetzt wurde, wie aus Bundesgerichtsakten hervorgeht.
Das Unternehmen ist seitdem in Aufruhr. Lucid Motors entließ im Februar 12 % seiner Belegschaft, wie TechCrunch zuerst berichtete. Anschließend schloss es die Suche nach einem neuen CEO ab, nachdem es ein Jahr lang versucht hatte, Peter Rawlinson zu ersetzen, der Anfang 2025 plötzlich ausschied.
Dlalas Abgang kommt nur wenige Monate vor dem Start von Lucid Motors‘ erstem Massenmarkt-Fahrzeug auf seiner mittelgroßen Plattform namens Cosmos. Dieses EV soll unter 50.000 Dollar kosten und dem saudischen Unternehmen endlich die Chance geben, ein erschwinglicheres, weit verbreitetes Auto zu liefern.
Dieses EV der nächsten Generation ist auch ein Eckpfeiler von Lucids Deal, Robotaxis für Uber bereitzustellen. Lucid Motors hat sich bereit erklärt, mit dem autonomen Fahrzeugunternehmen Nuro Robotaxis zu entwickeln, beginnend mit dem Gravity SUV. Der selbstfahrende Gravity soll noch in diesem Jahr in San Francisco auf die Straße kommen.