Neue Mutter erlebt nach der Geburt ein Drama: Scan-Fehler führt zu Notoperation, Sepsis und Stoma
Eine neue Mutter erlebt nach einem Kaiserschnitt einen Albtraum: Ein falsch interpretierter Scan führt zu Sepsis, Notoperation und Stoma – weil 'wird schon nichts sein' keine medizinische Strategie ist.
Natalie, eine 37-jährige Fabrikarbeiterin aus Solihull, hatte eine etwas andere Erfahrung nach der Geburt als die übliche Idylle: Nach einem Kaiserschnitt im Good Hope Hospital in Birmingham am 11. Januar 2023 musste sie sich einer Notoperation wegen eines perforierten Darms unterziehen. Denn nichts sagt 'Willkommen im Muttersein' wie ein lebensbedrohlicher medizinischer Zwischenfall.
Trotz starker Bauchschmerzen, Schwellungen und Erbrechen, das sogar Fäkalien enthielt, wurden Natalies Bedenken offenbar heruntergespielt. Am 14. Januar deuteten Ärzte ihren CT-Scan fälschlicherweise als vorübergehende Darmträgheit nach der Operation – ein klassischer Fall von 'wird schon nichts sein', der sich als sehr wohl etwas herausstellte. Am 18. Januar wurde sie notoperiert, ein Teil ihres Darms entfernt und ein Stoma angelegt, nachdem sich eine Sepsis entwickelt hatte. Der Krankenhausträger hat inzwischen eine Pflichtverletzung eingeräumt und zugegeben, dass der Scan falsch interpretiert wurde, was die Entscheidungen über ihre Behandlung beeinflusste.
'Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, nachdem Brooke geboren wurde, aber es fühlte sich an, als würden meine Bedenken nicht ernst genommen', sagte Natalie. 'Die Mitteilung, dass ich eine Notoperation brauche, werde ich nie vergessen. Ich hatte Angst zu sterben.' Sie ist mit ihrem Leidensweg nicht allein; der Sprecher des Krankenhausträgers äußerte die übliche Floskel, man sei 'bestrebt, sichere und qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten' und 'aus Dingen zu lernen, wenn sie nicht wie erwartet verlaufen'. Denn offensichtlich funktioniert das Lernen aus 'Dingen' hervorragend.
Natalies Leben wurde 'enorm' beeinträchtigt: Sie kämpft mit Schmerzen, Müdigkeit, Verdauungsproblemen und der Betreuung ihrer Kinder Brooke und des 15-jährigen Callum. Sie setzt sich nun für eine bessere Versorgung nach der Geburt und dafür ein, dass die Anliegen von Frauen ernst genommen werden. Jade Elliott-Archer von Irwin Mitchell, der Kanzlei, die sie vertritt, wies auf 'besorgniserregende Versäumnisse' hin, wie Natalies Zustand erkannt und darauf reagiert wurde.
Natalie musste sich weiteren Operationen unterziehen, darunter die Rückverlagerung des Stomas sowie die Behandlung eines Leistenbruchs und von Wundproblemen. 'Wenn meine Erfahrung dazu beiträgt, die Versorgung auch nur einer Mutter zu verbessern, dann hat es sich gelohnt', sagte sie. Hoffen wir, dass der Krankenhausträger keine weitere 'Lernmöglichkeit' benötigt, um das zu erreichen.
The Good Times
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