Mitsubishi hat ein wichtiges neues Modell für Australien angekündigt, auch wenn es wahrscheinlich nicht das ist, worauf Enthusiasten ihre Browser aktualisieren. Während die Vorfreude auf die Rückkehr des Pajero/Montero weiter wächst, hat der Autohersteller den vollelektrischen ASX VR-e vorgestellt – ein Auto, das einen vertrauten Namen für eine ganz andere Art von Fahrzeug wiederbelebt.

Wie der australische Ableger Drive berichtet, soll der ASX VR-e im vierten Quartal 2026 in die australische Modellpalette von Mitsubishi aufgenommen werden. Statt eines weiteren kompakten SUV präsentiert sich der Neuling als tiefgelegtes Elektro-Fließheck. Denn nichts sagt „Offroad-Legende“ so sehr wie ein schlankes, aerodynamisches Fließheck.

Hier ist die Wendung: Der ASX VR-e ist nicht vollständig eine Mitsubishi-Kreation. Das Elektroauto wird im Rahmen der Partnerschaft von Mitsubishi mit Foxtron Vehicle Technologies entwickelt und ist eng mit dem Foxtron Bria verwandt. Es ist also im Grunde ein Foxtron mit Mitsubishi-Emblem, was entweder ein kluger Schachzug oder eine Übung in Sinnlosigkeit ist, je nachdem, wie tolerant man gegenüber Badge-Engineering ist.

Mitsubishi hat bisher nur eine begrenzte Vorschau veröffentlicht, vollständige Spezifikationen und Preise stehen noch aus. Für Australien wurden bereits vier Ausstattungsvarianten bestätigt: LS, Aspire, Exceed und GSR. Denn nichts sagt „elektrische Revolution“ wie Ausstattungsvarianten, die klingen, als wären sie aus einem Limousinen-Prospekt der 1990er Jahre gerissen.

Die Verbindung zwischen dem ASX VR-e und dem Foxtron Bria ist sofort an der Außenhaut erkennbar. Abgesehen von den Mitsubishi-spezifischen Markenzeichen und Details teilen sich die beiden Fahrzeuge ihr grundlegendes Design, das unter Mitwirkung des italienischen Designhauses Pininfarina entstanden ist. Genau richtig – Pininfarina, die Leute, die Ferraris schön gemacht haben, haben nun ihr Talent einem Mitsubishi geliehen, das eigentlich ein Foxtron ist. Die Welt ist ein seltsamer Ort.

Das ist für Käufer nicht unbedingt schlecht, denn das Ergebnis ist ein schlankes und unverwechselbares Fließheck. Die Front verfügt über eine durchgehende Lichtsignatur, tiefer angebrachte Scheinwerfer und einen aerodynamischen S-Duct, der Luft vom Stoßfänger über die Motorhaube leiten soll. Aktive Kühlergrill-Klappen werden ebenfalls verwendet, um den Luftwiderstand je nach Fahrbedingungen zu reduzieren. Mitsubishi sagt, dass seine globalen und regionalen Teams lokale Tests und Abstimmungen durchgeführt haben, um dem ASX VR-e ein reaktionsschnelles Handling zu verleihen, das auf australische Straßen zugeschnitten ist – denn nichts sagt „reaktionsschnelles Handling“ wie ein Auto, das für Straßen abgestimmt ist, die größtenteils aus Dreck und Schlaglöchern bestehen.

Mitsubishi hat noch keine vollständigen Antriebsspezifikationen für das australische Modell veröffentlicht. Sein Foxtron-Bria-Geschwister verwendet eine 57,5-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie und ist entweder mit Hinterradantrieb oder Allradantrieb erhältlich. Der hinterradgetriebene Bria leistet 229 PS, während die Version mit Doppelmotor und Allradantrieb deutlich stärkere 400 PS bietet. Ähnliche Konfigurationen werden für den Mitsubishi erwartet, obwohl endgültige Spezifikationen auf die offizielle Ankündigung des Unternehmens warten müssen. Denn wir lieben es alle zu warten.

Im Innenraum bleibt der Foxtron-Einfluss leicht erkennbar. Vorschau-Bilder zeigen einen großen zentralen Infotainment-Bildschirm, ein digitales Kombiinstrument und ein Vierspeichen-Lenkrad, obwohl der Mitsubishi natürlich für rechtsgelenkte australische Straßen konfiguriert wurde. So können Sie den Bildschirm mit Ihrer rechten Hand erreichen, was nett ist.

Der ASX VR-e stellt einen bemerkenswerten Schritt für Mitsubishi Australien dar, da es das erste vollelektrische Modell des Unternehmens auf dem Markt seit dem i-MiEV sein wird. Genau richtig – das letzte Mal, dass Mitsubishi ein Elektroauto in Australien verkaufte, war der i-MiEV ein Ding. Erinnern Sie sich an den i-MiEV? Genau.

Shunichi Kihara, CEO von Mitsubishi Motors Australia, beschrieb das neue Modell als wichtigen Bestandteil der überarbeiteten Produktpalette des Unternehmens. Der Autohersteller leiht sich auch aus seinem Performance-Erbe für den Namen. Mitsubishi sagt, dass die Bezeichnung „VR-e“ eine Hommage an den Galant VR-4 ist, obwohl Käufer nicht erwarten sollten, dass dieses Elektro-Fließheck ein direkter geistiger Nachfolger der rallye-erprobten Performance-Limousine ist. Denn nichts