Ein Käsemeister hat einen sogenannten 'Teufelskreis' identifiziert, der die Lebenshaltungskostenkrise antreibt – und der sich im Wesentlichen um das ungebührliche Verhalten der Trockenobstpreise dreht. Steve Reid, Inhaber von The Northampton Cheese Company und The Northampton Charcuterie Company, teilte Politics East mit, dass sich einige seiner Zutaten im Preis mehr als verdoppelt haben und preisgünstige Chutneys zu Luxusgütern werden.

Reid, 57, der auf dem Markt in Northampton arbeitet, lieferte konkrete Beweise für den Verrat: Getrocknete Aprikosen, die vor 12 Monaten noch £35 für eine 12-kg-Kiste kosteten, kosten jetzt £100. Sultaninen stiegen von £23 pro 10-kg-Kiste auf etwa £60. 'So ziemlich alles hat sich verdoppelt', sagte er, was es schwieriger mache, Produkte zu verkaufen, ohne eine weitere Revolte der Verbraucher auszulösen.

Unterdessen droht der Landwirt Philip Weston, 40, aus Hartwell, Northamptonshire, mit weiteren Protesten, nachdem er bereits Anfang des Jahres an Blockaden von Verkehrsknotenpunkten und Lebensmittellagern teilgenommen hatte. Weston, der 300 Acres (121 Hektar) bewirtschaftet, warnte, dass er ernsthaft erwäge, den Anbau von Ackerfrüchten zu reduzieren, wenn die Düngemittelkosten nicht sinken. Er stichelte auch gegen die Labour-Regierung, weil sie eine geplante Düngemittelsteuer nicht zurückgenommen habe, und fügte hinzu: 'Jetzt muss sich etwas ändern.'

Die Bank of England hat mit einer heiteren Prognose nachgelegt, dass die Lebensmittelpreise bis Jahresende um 7% steigen könnten. Die Kundin Maria Agachi, die vor fünf Jahren von Moldawien nach Northampton gezogen ist, bemerkte, dass Salz von etwa 30 Pence auf über £1 gestiegen ist, aber sie passt sich an: 'Ich esse heutzutage mehr Hühnchen als rotes Fleisch, ich achte einfach auf die Pfennige.'

Ein Regierungssprecher betonte, man arbeite mit den Landwirten zusammen, um sicherzustellen, dass 'der Sektor die Unterstützung erhält, die er braucht', und verwies auf eine verstärkte Berichterstattung über Düngemittelpreise und eine verlängerte Senkung der Kraftstoffsteuer um 5 Pence, wobei roter Diesel einen Steuerrabatt von 80% genießt, was den Landwirten etwa £300 Millionen pro Jahr spart. Ob das reicht, um Aprikosen erschwinglich zu halten, bleibt abzuwarten.