Die Gründerin einer Gemeinschaftsorganisation, die kostenlose Kleidung, Spielzeug und Ausrüstung für Kinder bereitstellt, hat berichtet, dass die Nachfrage „noch nie so hoch war“ – eine Aussage, die irgendwo zwischen einer Statistik und einem Hilferuf liegt.

Die Hartlepool Baby Bank betreut jetzt etwa 150 Familien pro Woche, eine Verzehnfachung der Hilfesuchenden seit ihrer Gründung im Jahr 2019. Vorsitzende Emilie de Bruijn erklärte: „Eltern können keine Arbeit finden, die sich mit Kindern vereinbaren lässt, die Kinderbetreuungskosten steigen ständig, die Menschen haben wirklich zu kämpfen.“ Das Bildungsministerium, das die Kinderbetreuung subventioniert, wurde um eine Stellungnahme gebeten – vermutlich um zu erklären, wie das alles nach Plan läuft.

Die Bank wurde von de Bruijn und zwei Freundinnen gegründet, nachdem ihnen klar wurde, dass „ein echter Bedarf“ besteht, was eine Untertreibung ist, die einem kleinen Leck kurz vor dem Dammbruch gleichkommt. Regierungszahlen für 2024/25 zeigen, dass 27 % der Kinder in Hartlepool in absoluter Armut leben, gemessen an einem Haushaltseinkommen unter 60 % des nationalen Durchschnitts.

„Wir begannen mit sechs Familien in unserer ersten Woche, 12 in der zweiten, dann 30, dann 50 – die Leute kamen einfach immer weiter“, sagte de Bruijn. Jeder kann um Hilfe bitten, von „ein bisschen Beratung“ bis zu einem Notdienst, der „alles Nötige für die ersten Tage“ bei einer unerwarteten oder frühen Geburt liefert.

Die Leute fragen auch nach mehr Gegenständen als zuvor. „Wir hatten dieses Jahr 139 brandneue Familien und mehr als 2.000 Wiederholungsüberweisungen, das sind Familien, denen wir bereits geholfen haben“, sagte de Bruijn. „Vor ein paar Jahren suchten sie nur nach Schuhen, jetzt brauchen sie Mäntel, sie brauchen auch Kleidung.“

Spenden sind willkommen, aber besonders benötigt werden Kinderbetten, Toilettenartikel, Windeln und Wochenbettbinden – „sogar angebrochene Packungen“. „Es ist von einer Familie zur anderen, eine Gemeinschaft, die sich selbst unterstützt“, sagte de Bruijn. „So viele, die zu uns kommen, sind working poor, aber sie stecken in diesem Kreislauf fest, aus dem sie wegen der Kinderbetreuungskosten nicht herauskommen, und das bedeutet, dass die Nachfrage nach unserer Hilfe noch nie so hoch war.“