Hamstergroßes Säugetier, das die Dinosaurier überlebte, bekommt endlich einen Namen – warum auch nicht
Wissenschaftler benennen ein neues, hamstergroßes Säugetier, das das Dinosauriersterben überlebte, und beweisen damit, dass klein sein und Insekten fressen eine langfristig tragfähige Strategie ist.
Es stellt sich heraus, dass klein sein, alles fressen und nicht die Aufmerksamkeit von Riesenechsen auf sich ziehen, eine ziemlich solide Überlebensstrategie war. Eine neue Studie beschreibt Cimolodon desosai, eine neu identifizierte Art multituberkulater Säugetiere, die vor etwa 75 Millionen Jahren lebte und ungefähr so groß war wie ein Goldhamster. Ihre Vorfahren überlebten den Asteroideneinschlag, der vor 66 Millionen Jahren 75 % des Lebens auf der Erde auslöschte – vermutlich, weil sie zu winzig waren, um sich damit zu befassen.
Das Fossil wurde 2009 in Baja California von einem Team unter der Leitung der University of Washington ausgegraben. Anders als die meisten Fossilien aus dieser Zeit, die nur aus Zähnen bestehen, enthielt dieses einen Schädel, Kiefer, einen Oberschenkelknochen und eine Elle – praktisch ein Ganzkörperporträt. Das Team nutzte Mikro-CT-Scans, um die Zähne mit verwandten Arten zu vergleichen und zu bestätigen, dass es sich um eine neue Art handelt.
„Die Gattung Cimolodon war während der späten Kreidezeit ein ziemlich häufiges Säugetier“, sagte der leitende Autor Gregory Wilson Mantilla, Professor für Biologie an der UW und Kurator am Burke Museum. „Diese neue Art war ein Vorfahre derjenigen, die das Aussterben überlebten. Sie und ihre Nachfahren waren relativ klein und Allesfresser – zwei Eigenschaften, die für das Überleben vorteilhaft waren.“ Mit anderen Worten: Ein Generalist ohne besonderen Ehrgeiz zu sein, war der Schlüssel, um die Apokalypse zu überstehen.
Die Art wurde zu Ehren von Michael de Sosa VI benannt, dem Feldassistenten, der das Fossil als Erster entdeckte. De Sosa verstarb während der laufenden Forschung. „Er war ein großartiger Feldassistent und wie ein kleiner Bruder für mich“, sagte Wilson Mantilla. „Es ist ein großartiges Exemplar, mit dem man in Verbindung gebracht wird.“
Die Ergebnisse wurden am 22. April im Journal of Vertebrate Paleontology veröffentlicht. Die Finanzierung erfolgte unter anderem durch UC MEXUS-CONACYT, das UW College of Arts and Sciences und die American Philosophical Society. Denn selbst die Erforschung alter Hamster braucht Fördermittel.
The Good Times
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