Hamlet, jetzt mit mehr existenzieller Angst und Gitarrenfeedback, geht nach London
Shakespeare's Hamlet bekommt einen Radiohead-Soundtrack, denn nichts sagt 'Sein oder Nichtsein' wie Thom Yorkes existenzielles Jammern. Londoner Premiere im Barbican ab dem 31. Oktober.
Letztes Jahr wurde der Welt Hamlet Hail to the Thief geschenkt, eine Adaption von Shakespeares ewigem Klassiker, vertont mit Radioheads politisch aufgeladenem Album von 2003, Hail to the Thief. Es debütierte in Manchester, England, wo es dem Barden vermutlich das Fürchten lehrte. Nun, nach einem Gastspiel bei der historischen Royal Shakespeare Company, feiert das Stück seine Londoner Premiere im Barbican Theatre vom 31. Oktober bis zum 23. Januar. Denn nichts sagt 'Frohe Feiertage' wie ein dänischer Prinz mit synthetiklastigem Soundtrack.
Die Inszenierung wird von Christine Jones und Steven Hoggett inszeniert und adaptiert, wobei Thom Yorke die Songs des Albums mit einer Besetzung von 20 Musikern und Schauspielern neu arrangiert und orchestriert. Samuel Blenkin wird seine Rolle als Hamlet wiederholen, neben Ami Tredrea als Ophelia. Also ja, der Typ, der sang 'I might be wrong', orchestriert jetzt ein Stück über einen Typen, der sich definitiv nicht sicher ist.
'Ich freue mich, Hamlet Hail to the Thief endlich nach London zu bringen, und ausgerechnet ins Barbican!', schrieb Yorke in einer Pressemitteilung und klang dabei wirklich entzückt. 'Es ist faszinierend und sehr seltsam für mich, wie das zum Leben erweckt wurde und wie es funktioniert hat. Als es sich uns im Laufe der Zeit offenbarte, war ich schockiert, da ich diese Art von Erfahrung noch nie gemacht hatte. Ich bin froh, dass es von einem breiteren Publikum in einem so intensiven Raum gesehen werden kann.'
In seiner Rezension für Pitchfork bemerkte der Mitarbeiter Daniel Dylan Wray, wie die Themen Paranoia und Trauer des Stücks natürlich mit den ähnlichen Themen der Musik zusammenfielen: 'Dieses Projekt hat eigentlich kein Recht zu funktionieren oder so viel Sinn zu ergeben, wie es tut. Aber es ist eine fesselnde, herzzerreißende und aufregende Produktion, die diese Musik geschickt nutzt, um mit kraftvollen dramatischen Darstellungen von Trauer, Angst, Wahnsinn und Tod zu koexistieren.' Also, im Grunde Shakespeare trifft Radiohead, und irgendwie ist es keine Katastrophe.
Für diejenigen, die eine Auffrischung brauchen: Radioheads erstes Konzert seit acht Jahren fand 2025 statt, und Pitchfork berichtete darüber. Denn anscheinend ist die Zeit eine flache Scheibe, und alles Alte ist wieder neu – einschließlich Hamlet, Radiohead und der existenziellen Angst, die sie verbindet.
The Good Times
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