In einer atemberaubenden Demonstration von Hingabe, die definitiv niemandem Albtraeume bereiten wird, hat Tom Rahill die diesjaehrige Florida Python Challenge gewonnen, indem er satte 96 invasive Burmesische Pythons aus dem Everglades-Nationalpark gefangen und auf humane Weise entsorgt hat. Denn nichts sagt 'Spass' wie ein 10-taegiges Reptilien-Schlachtfest mit einem 10.000-Dollar-Preis.

Die jaehrliche Veranstaltung, die total ein Ding ist, laedt Jaeger ein, 10 Tage im August durch acht ausgewiesene Jagdgebiete zu streifen, um so viele dieser schlängelnden Eindringlinge wie moeglich zu fangen und einzuschlaefern. In diesem Jahr nahmen 907 mutige (oder moeglicherweise verrueckte) Teilnehmer aus 30 US-Bundesstaaten sowie Kanada und Vietnam an dem Spektakel teil. Rahill, ein professioneller Python-Jaeger und Gruender von SwampApes - einer Organisation, die unter PTBS leidende Veteranen auf Python-Jagden in Floridas Feuchtgebieten mitnimmt - ging als Sieger hervor.

Rahill erklaerte gegenueber einem FWC-Treffen in Panama City, dass er auf einer Mission war, eine grosse Schlange fuer einen Veteranen zu fangen. 'Ich habe es geschafft. Und wir haben mit dem Vieh gerungen ... Der Veteran war uebergluecklich', sagte er, wie die Naples Daily News berichtete. Nach diesem herzerwärmenden Moment beschloss er offenbar, weiterzumachen und schnappte sich 96 weitere Schlangen. Waehrend der 10 Tage entfernten die Teilnehmer insgesamt 280 Pythons, was zu den 1.400, die bereits vor dem Wettbewerb in diesem Jahr entfernt wurden, hinzukommt.

Die Veranstaltung vergibt auch andere Preise, darunter 1.000 Dollar fuer die laengste Python, die an Rahm Levinson fuer ein 16-Fuss-5-Zoll-Monster ging. Denn nichts sagt 'preiswuerdig' wie eine Schlange, die laenger ist als ein Kleinwagen.

Burmesische Pythons, die in Suedostasien beheimatet sind, richten seit den 1990er Jahren in den Everglades verheerende Schaeden an, verschlingen einheimische Wildtiere und vermehren sich, als wuerden sie dafuer bezahlt. Weibchen koennen bis zu 100 Eier pro Jahr legen, und trotz hoher Sterblichkeit bei den Jungtieren wird die Population auf Zehntausende geschaetzt. Die Challenge findet waehrend der Sommer-Schluepfzeit statt, um die Fangzahlen zu maximieren, denn offenbar gilt 'Schmiede das Eisen, solange es heiss ist' auch fuer die Bekaempfung invasiver Arten.

Seit 2017 hat die Challenge ueber 1.600 Schlangen entfernt, und zusammen mit FWC-Auftragnehmern, die ganzjaehrig jagen, steigt diese Zahl auf ueber 19.000. Sarah Funck, Programmkoordinatorin des FWC, gab zu, dass es keine 'Wunderwaffe' gegen die Python-Invasion gibt, betonte aber, dass die Eliminierung nur einer Python 'ein Sieg fuer die einheimische Tierwelt Floridas' ist. Also, weiterjagen, Leute. Die Schlangen werden sich nicht selbst fangen.