Shopping-Sucht? Wie diese Briten ihre 700-Pfund-Sucht besiegten (irgendwie)
Spätes Scrollen bringt Sie dazu, Dinge zu kaufen, die Sie nicht brauchen? Lernen Sie die Briten kennen, die ihre Kaufsucht überwunden haben – und die Tricks, mit denen sie Tausende gespart haben.
Sie kennen das Spiel. Es ist 23 Uhr, Sie scrollen durch Ihre Feeds, und plötzlich BRAUCHEN Sie ein Paar Neon-Plateausandalen, die Sie nie tragen werden. Doch für manche wird dieser Impulskauf zur ausgewachsenen Sucht – und eine globale Studie zeigt, dass 7% der Erwachsenen im Club sind, mit jüngeren Frauen an der Spitze.
Nehmen wir Ella Hewitt, 24, aus Liverpool. 2021 gab sie bis zu 700 Pfund im Monat für Fast Fashion aus, die sie sich nicht leisten konnte – und manchmal nie trug. „Ich bin nicht mit viel Geld aufgewachsen, also gab ich meinen Lohn aus, sobald er auf meinem Konto war“, sagt sie. Der Dopamin-Kick, angeheizt durch TikTok- und Instagram-Feeds, hielt sie in einem Kreislauf aus Kaufen, Bereuen, Wiederholen gefangen. Als HR-Assistentin an einer Schule konnte sie sich wegen ihrer Ausgaben nicht aus dem Elternhaus lösen.
Entsetzt über ihre eigenen Gewohnheiten, kämpfte Ella mit ein paar cleveren Tricks: Sie legte Artikel auf eine Wunschliste und wartete 30 Tage (das Verlangen verschwand meist), gab sich selbst ein imaginäres Tagesbudget von 1.000 Pfund für Fake-Käufe (das „kratzte den Juckreiz“ ohne den Schmerz), und schwor, nur etwas zu kaufen, wenn sie es sich dreimal leisten konnte. Das Ergebnis? Ihre Ausgaben sanken um 60%. Heute ist sie eine ethische Mode-Influencerin und gibt zu: „Ich bin nicht perfekt … aber ich habe viel mehr Kontrolle.“
Die Ukat Group, die Suchtbehandlungszentren betreibt, sagt, dass 90% ihrer Klienten mit Kaufsucht Frauen sind. Warnsignale sind Stimmungsaufhellung nach Käufen, Schuldgefühle danach, Lügen gegenüber Angehörigen oder ein Zuhause voller nutzloser Dinge. Ihr Rat? 48 Stunden warten vor dem Kauf, gespeicherte Kartendaten und Shopping-Apps löschen, Einkaufslisten einhalten und sich von den verführerischen Händler-E-Mails abmelden.
Dann ist da Dish Patel, 23, aus London, die als Studentin ihren 2.500-Pfund-Dispo mit Kleidung, Essen, Make-up und Hautpflege „ausschöpfte“. Sie machte Kindheitsentbehrungen und den flüchtigen Nervenkitzel des Paketöffnens verantwortlich. Ihre Heilung: Apps wie Asos und Pretty Little Thing löschen, ApplePay entfernen, Bankkarten zu Hause lassen und sich selbst zwingen, jeden Kauf mit einem gleichen Betrag aufs Sparkonto zu matchen. „Es funktionierte, weil ich das Geld nicht zweimal ausgeben wollte.“
Eine Studie von Vanquis aus dem letzten Jahr fand heraus, dass Gen Z mehr Impulskäufe tätigt als jede andere Altersgruppe, dicht gefolgt von Millennials. Experten machen gezielte Werbung in sozialen Medien, Influencer-Kultur und One-Click-Checkout als Brandbeschleuniger aus. Die Wohltätigkeitsorganisation Money and Mental Health kritisiert auch das Design von Shopping-Seiten, die „Reibung minimieren“ und Buy-Now-Pay-Later-Optionen pushen.
Also, wenn Sie das nächste Mal um 2 Uhr morgens kurz davor sind, die dritte Kerze zu kaufen, denken Sie daran: Das Verlangen wird vorübergehen. Wahrscheinlich.
The Good Times
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