IDAHO FALLS, Idaho – Die Europäische Kommission hat offiziell mit einem Industriekonsortium für ihre sichere Konnektivitätskonstellation abgeschlossen, und Überraschung, Überraschung: Es wird teurer und hat mehr Satelliten. Warum etwas einfach tun, wenn man es teuer tun kann?

Die Kommission gab am 7. August bekannt, dass sie die Verhandlungen mit dem SpaceRISE-Konsortium über die IRIS²-Konstellation abgeschlossen hat und damit einen Meilenstein erreicht hat, den sie 'Rendezvous 1' nennt. Das ist das Weltraumäquivalent dazu, das erste unbeholfene Date hinter sich zu bringen und zu beschließen, zusammenzuziehen – nur dass das Zusammenziehen 15,6 Milliarden Euro kostet und 348 Satelliten umfasst.

SpaceRISE, angeführt von den Satellitenbetreibern Eutelsat, Hispasat und SES, wurde im Dezember 2024 für eine einjährige Entwurfsphase ausgewählt. Zu diesem Zeitpunkt sollte IRIS² 18 Satelliten in mittlerer Erdumlaufbahn (MEO) und 264 in hoher niedriger Erdumlaufbahn (LEO) in etwa 1.200 Kilometern Höhe haben, plus 10 oder mehr in einer niedrigeren Umlaufbahn für die Technologie-Inkubation. Jetzt fügt die Kommission 66 weitere zur hohen LEO-Hülle hinzu, behält die MEO bei 18 und erwähnt die niedrige LEO-Hülle bequemerweise nicht – obwohl Hispasat uns versichert, dass es diesen Teil weiterhin leitet.

Die zusätzlichen hohen LEO-Satelliten werden die Kapazität für sichere Regierungsdienste innerhalb der EU um 60% und außerhalb um 54% erhöhen. EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt Andrius Kubilius nannte dies eine 'schnellere-Markt-Konstellation', was eine kühne Behauptung ist, wenn man bedenkt, dass die Starts immer noch 2029 beginnen, wie zuvor. Schneller auf den Markt, aber nicht schneller beim Start. Klassiker.

Und das Preisschild? Es ist von 10,6 Milliarden Euro im Dezember 2024 auf jetzt 15,6 Milliarden Euro (18 Milliarden Dollar) gestiegen – eine Steigerung von 47%. Das SpaceRISE-Konsortium wird 4 Milliarden Euro beisteuern, während die Kommission und die ESA die anderen 11,6 Milliarden Euro übernehmen. In der frühen Planungsphase dachten sie, es könnte nur 6 Milliarden Euro kosten. Ach, Optimismus.

Die Kommission gibt zu, dass sie 'eine zusätzliche Investition in das Programm-Budget' benötigen wird, die aus dem nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (2028–2034) und den EU-Mitgliedstaaten kommen wird. Spanien hat bereits 1,6 bis 2 Milliarden Euro über ein nationales militärisches Satellitensystem zugesagt, und Polen wird etwa 750 Millionen Dollar für sechs MEO- und sechs LEO-Satelliten beitragen. Denn nichts sagt 'europäische Einheit' wie eine Konstellation, die an Größe und Kosten wächst, während der Zeitplan unverändert bleibt.