Schulleiter in England haben eine Botschaft an die Regierung: Man kann den sonderpädagogischen Förderbedarf nicht decken, während man gleichzeitig eine Politik des ‚akademischen Erfolgs um jeden Preis‘ verfolgt, die Prüfungsfabriken belohnt und inklusive Schulen bestraft. Der Verband der Schul- und Collegeleiter (ASCL) überbrachte diese sanfte Realitätsprüfung als Antwort auf eine Regierungskonsultation und wies auf eine ‚kritische Inkonsistenz‘ zwischen dem frühen Fokus des Weißbuchs auf Inklusion und seinem späteren Abschnitt ‚Ambition‘ hin, der den sonderpädagogischen Förderbedarf offenbar völlig vergaß, um Noten zu jagen.
Margaret Mulholland, ASCL-Expertin für sonderpädagogischen Förderbedarf und Inklusion, warnte, dass die Reformen Schulen ‚in eine unmögliche Lage‘ bringen, es sei denn, sie werden durch angemessene Personalausstattung, Finanzierung und Schulung gestützt – die Art von Kleinigkeiten, die normalerweise wichtig sind, wenn man Lehrer bittet, mit weniger mehr zu leisten. Die Gewerkschaft hob auch die Augenbrauen über die vorgeschlagenen ‚Inklusionsbasen‘ für Regelschulen und warnte davor, dass diese nicht zu ‚Auffangbecken, eigenständigen Einheiten oder Ausschluss unter anderem Namen‘ für Kinder werden sollten, die aus Verhaltensgründen ausgeschlossen werden.
Die Coram-Gruppe von Kinderhilfsorganisationen legte nach und warnte, dass die Einschränkung der Berufungsmöglichkeiten der Eltern vor spezialisierten Sonderpädagogik-Tribunalen rechtlich durchsetzbare Rechte durch ‚Schulbeschwerdeverfahren‘ ersetzen würde – ein Tausch, der ungefähr so attraktiv ist wie der Tausch eines funktionierenden Autos gegen ein Einrad. In der Zwischenzeit stellte die Nationale Stiftung für Bildungsforschung (NFER) fest, dass die Reformen durch die zunehmend hohe Konzentration von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer kleinen Anzahl von Regelschulen untergraben werden könnten, wobei das untere Fünftel durchschnittlich nur 10 % und das obere Fünftel durchschnittlich 26 % solcher Schüler aufweist. Ein Schulleiter gab offen zu: ‚Wir haben immer versucht, keinen Ruf dafür zu haben, gut im Bereich sonderpädagogischer Förderbedarf zu sein, damit Eltern uns nicht aufsuchen.‘
Daniel Kebede von der Nationalen Bildungsgewerkschaft schlug stärkere, von lokalen Behörden kontrollierte Aufnahmeverfahren vor, um faire Platzierungsentscheidungen zu gewährleisten, denn offenbar hat die unsichtbare Hand des Marktes dieses Problem noch nicht gelöst.