Curiosity nähert sich einer 'Lücke im Gesteinsarchiv', was dramatisch klingt, aber im Grunde nur Geologie ist
Der NASA-Rover Curiosity ist dabei, eine 'Erosions-Superfläche' auf dem Mars zu überqueren, was im Grunde eine fehlende Seite im Gesteinstagebuch des Planeten ist, und Wissenschaftler sind sehr aufgeregt darüber.
Der NASA-Rover Curiosity, der derzeit auf dem Mars sein Bestes gibt, um eine Bergziege zu imitieren, verbrachte die Woche damit, den Mount Sharp zu erklimmen, wo Wissenschaftler eine sogenannte 'Erosions-Superfläche' entdeckt haben – ein schicker Begriff für eine Stelle, an der Wind oder Wasser einige Gesteinsschichten abgetragen haben, bevor neue abgelagert wurden, was eine deutliche Lücke im geologischen Tagebuch des Planeten hinterlässt. Es ist, als würde man eine herausgerissene Seite aus einem Geschichtsbuch finden, nur dass das Buch aus Sediment besteht und die Seite von uraltem Mars-Wetter entfernt wurde.
Wissenschaftler haben diese besondere Schicht seit Monaten im Visier, und jetzt ist Curiosity nahe genug, um sie ordentlich unter die Lupe zu nehmen. Die Instrumente des Rovers werden einen 'Blick aus der Sicht eines Geologen' auf das Merkmal bieten, was niedlich klingt und auch wissenschaftlich nützlich ist, um seine Zusammensetzung und Zentimeter-Geometrie zu verstehen – denn auf dem Mars zählen sogar Zentimeter.
Die Pläne dieser Woche beinhalteten, die potenzielle Superfläche aus mehreren Blickwinkeln zu fotografieren. Am Wochenende fuhr der Rover zurück, um einen guten Blick zu bekommen, und bereitete die massiven Mastcam-Mosaike über die gesamte Schicht für Montag vor. ChemCam steuerte Langstrecken-RMI-Bilder der interessantesten Stellen bei. In der Zwischenzeit maß das Team die Zusammensetzung von Gesteinen am Boden der Oberfläche und zielte auf 'Monte Darwin' für MAHLI und APXS sowie auf 'Patacamaya', 'Tarucachi' und 'Mojoncasa' für ChemCam LIBS – denn Gesteine nach Orten auf der Erde zu benennen, ist offenbar Tradition.
Montagsfahrt brachte Curiosity näher an die Superfläche, mit einigen Radinspektionen unterwegs. Das Team nutzte die Bilder, um den wissenschaftlich interessantesten Punkt zum Überqueren auszuwählen, während es auch die praktischen Einschränkungen des Rovers berücksichtigte – es gibt sandiges, steil abfallendes Gelände in der Umgebung, und sie möchten den Rover nicht in einer kosmischen Sandfalle festsetzen. Wenn alles gut geht, wird Curiosity nächste Woche über die Superfläche hinwegfahren. Bleiben Sie dran, denn das ist die Art von Nervenkitzel, die man von einem sechsrädrigen Roboter auf einem Planeten 140 Millionen Meilen entfernt erwartet.
The Good Times
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