TOKYO – SpaceX startete Anfang Juli 7 seine neueste Transporter-Rideshare-Mission, aber die eigentliche Fracht war vielleicht die Angst um die Zukunft des Programms. Eine Falcon 9 hob um 3:12 Uhr Eastern Time von der Vandenberg Space Force Base ab und brachte 81 Nutzlasten in einen sonnensynchronen Orbit, darunter den 514 Kilogramm schweren südkoreanischen CAS500-4-Bildgebungssatelliten für land- und forstwirtschaftliche Anwendungen. Die Mission umfasste auch Stammgäste wie Iceye (vier Radarsatelliten), Spire (zehn Lemur-Satelliten) und Axelspace (sieben GRUS-3-Satelliten), die alle auf SpaceX angewiesen sind, um billige, regelmäßige Flüge ins All zu bekommen.

Doch hinter den Kulissen könnte die Party zu Ende gehen. Berichten zufolge nimmt SpaceX keine Transporter-Reservierungen mehr über Ende 2028 oder Anfang 2029 hinaus an, und die verbleibenden Plätze sind fast voll. Unternehmen wie Exolaunch und SEOPS haben begonnen, eigene Falcon-9-Rideshares zu kaufen, vermutlich um nicht auf der Startrampe gestrandet zu sein. SpaceX hat sich nicht geäußert, obwohl sein Webcast-Moderator fröhlich anmerkte, dass Rideshare-Missionen „den Zugang zum Weltraum erheblich verbessern".

Rocket Lab CFO Adam Spice bestätigte auf der Spacetide-Konferenz die Nervosität der Branche. „Es gab große Bedenken bezüglich der Transporter-Missionen", sagte er und fügte hinzu, dass Kundengespräche über den Zugang zur Falcon 9 von Angst zu „einer Panikstimmung" übergegangen seien. Er vermutet, dass SpaceX interne Kunden wie Starlink und seine orbitalen Datenzentrumsträume priorisieren wird, sodass Dritte in die Röhre schauen. „Wir haben wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs gesehen", warnte Spice, was entweder eine clevere Metapher oder eine erschreckende Prognose für alle ist, die hoffen, mitgenommen zu werden.