Präsident greift Papst an, vergisst offenbar in welchem Jahrhundert er lebt
Donald Trump sucht Streit mit Papst Leo XIV. wegen Iran-Kommentaren, in einem strategischen Zug, der sowohl moderne Diplomatie als auch eine wichtige Wählergruppe gekonnt ignoriert.
In einer Aktion, die genau niemanden überrascht hat, der aufgepasst hat, hat sich Ex-Präsident Donald Trump entschieden, einen Streit mit einem religiösen Führer anzufangen. Diese Woche startete er einen Angriff auf Papst Leo XIV. wegen der Äußerungen des Pontifex zum Krieg im Iran. Panelisten bei Washington Week With The Atlantic kamen zusammen, um diese neueste diplomatische Meisterleistung zu sezieren und darüber zu spekulieren, was die Äußerungen des Präsidenten über seine Botschaft zum anhaltenden Konflikt verraten könnten.
Michael Scherer, ein Redakteur bei The Atlantic, lieferte den entscheidenden Kontext, dass der Papst tatsächlich lauter geworden ist in seinen Bedenken zum Iran. In einer klassischen Demonstration von Ursache und Wirkung merkte Scherer jedoch an, dass Trumps Gegenreaktion Leo dazu veranlasste, nachzulegen und „in noch aggressiveren Worten ... darüber zu sprechen, wie Militärführer Religion nicht zur Rechtfertigung ihrer Handlungen nutzen sollten.“ Es scheint, als funktioniere die Standardstrategie, etwas anzuschreien, bis es verschwindet, nicht beim Oberhaupt der katholischen Kirche.
Scherer wies dann auf die offensichtliche politische Kalkulation, oder das Fehlen derselben, hin und bemerkte, dass „katholische Wähler in diesem Land eine echte Swing-Gruppe sind.“ Trotzdem „hat Trump nicht nachgegeben; er sagt, er werde sich nicht entschuldigen.“ Scherer argumentierte, der Präsident agiere nicht „aus einer Position der Stärke“, eine Diagnose, die auf mehrere andere Situationen zutreffen könnte, aber konzentrieren wir uns erstmal auf den päpstlichen Streit.
Die hochrangige Diskussion wurde von The Atlantics Chefredakteur Jeffrey Goldberg moderiert. Ihm zur Seite standen Experten wie Leigh Ann Caldwell, Chef-Washington-Korrespondentin bei Puck; Stephen Hayes, Redakteur von The Dispatch; Jonathan Lemire, Redakteur bei The Atlantic und Co-Moderator von Morning Joe auf MS NOW; und Scherer. Gemeinsam versuchten sie vermutlich herauszufinden, welches Spiel genau der Ex-Präsident zu spielen glaubt und ob das Regelbuch eine Kirchenspaltung aus dem 15. Jahrhundert beinhaltet.
The Good Times
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