Der Regierung ist es gelungen, ein Zwischenziel zur Beschleunigung der Krankenhausbehandlung in England zu erreichen – denn nichts sagt Fortschritt so sehr wie knappes Durchkommen. Das Ziel war, dass bis März 2026 65 % der Patienten innerhalb von 18 Wochen behandelt werden – und das wurde erreicht, aber nur knapp, mit einem Wert von 65,3 %.

Es galt als erster Schritt zur Erreichung des 92-Prozent-Ziels bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 – ein zentrales Wahlversprechen der Labour-Partei. Die Nachricht kommt inmitten wachsender Spekulationen, dass Gesundheitsminister Wes Streeting eine Führungskampagne starten wird, um der nächste Premierminister zu werden – denn anscheinend reicht es nicht, den NHS zu reparieren, man muss auch den Spitzenjob reparieren.

Streeting feierte den Erfolg – die Leistung lag unter 59 %, als Labour an die Macht kam. Er sagte: „Das bedeutet, dass wir genau auf Kurs sind, die schnellste Reduzierung der Wartezeiten in der Geschichte des NHS zu erreichen. Das ist der Investition der Regierung, der Modernisierung und den bemerkenswerten Anstrengungen der Mitarbeiter im ganzen Land zu verdanken.“

Auch die Gesamtwarteliste verbesserte sich und sank innerhalb eines Monats von 7,2 Millionen auf 7,1 Millionen – der niedrigste Stand seit dreieinhalb Jahren. NHS-England-Chef Sir Jim Mackey bezeichnete es als einen „riesigen Moment“. „Der heutige Erfolg geht über eine Reihe bemerkenswerter Statistiken hinaus – er zeigt, dass wir bei den Dingen, die unseren Patienten und Gemeinschaften wichtig sind, echte Fortschritte machen.“

Er sagte, der Fortschritt sei „umso außergewöhnlicher“, da der NHS mit wiederholten Streiks der Assistenzärzte zu kämpfen hatte. Experten warnten jedoch, dass es noch ein weiter Weg bis zur Erreichung des 92-Prozent-Ziels sei – etwas, das seit über einem Jahrzehnt nicht mehr erreicht wurde.

Tim Mitchell vom Royal College of Surgeons of England sagte, dass die Mitarbeiter zwar auf Hochtouren arbeiteten, ihre Bemühungen jedoch durch langjährige Unterinvestitionen in Gebäude und Ausrüstung untergraben würden. „Zu viele Teams arbeiten noch immer in alternden Gebäuden mit zu wenigen Operationssälen und Betten. Ohne diese Engpässe zu beseitigen, bleiben Fortschritte für bereits wartende Patienten fragil.“