Nebraskas Sandhills: Die große, übersehene Dünenlandschaft, die seit 3.500 Jahren ihr Ding macht
Nebraskas Sandhills: das größte Dünensystem der westlichen Hemisphäre, heute ein grasbewachsenes Rinderparadies mit Zugvögeln und einem nach Topeka benannten Fisch.
Seien wir ehrlich: Wenn man an Sanddünen denkt, steht Nebraska wahrscheinlich nicht ganz oben auf der Liste. Aber die Nebraska Sandhills, das größte Dünensystem der westlichen Hemisphäre, bedecken seit jeher etwa 20.000 Quadratmeilen (52.000 Quadratkilometer) – etwa ein Viertel des Bundesstaates – mit ihrer grasbewachsenen, welligen Schönheit. Der Sand stammt ursprünglich aus den Rocky Mountains, wurde während des Pleistozäns von Flüssen herangetragen und dann von Dürrewinden aus Norden oder Süden geformt. Vor etwa 3.500 Jahren trat die Graslandvegetation auf den Plan und sagte: „Okay, das reicht“, und stabilisierte die Dünen zu dem welligen Muster, das wir heute sehen.
Einige der größten Dünen nahe der nördlichen Grenze ragen bis zu 400 Fuß (120 Meter) hoch und erstrecken sich über Meilen. Ihre Nordhänge sind sanfter als die Südhänge – ein deutliches Zeichen dafür, dass nördliche Winde die Hauptbildhauer waren – obwohl in anderen Gebieten symmetrische Dünen darauf hindeuten, dass Winde aus Nord und Süd sich abwechselten, wie ein saisonales Tauziehen.
Das Grasland dient heute als erstklassige Weide für Rinder, besonders nach dem Kinkaid Act von 1904, der Ranchern 640 Acres große Parzellen zur Besiedlung gab. Heute liegt die Hälfte von Nebraskas fast 23 Millionen Acres Weide- und Grasland in den Sandhills, und Rinder übertreffen die Menschen bei weitem. Einige Rancher lassen ihre Herden sogar in Mustern grasen, die die einst dort umherstreifenden Bisons nachahmen sollen – denn wer braucht schon originelle Gedanken, wenn man Geschichte hat?
Schutzgebiete wie das Crescent Lake National Wildlife Refuge am südwestlichen Rand beherbergen Feuchtgebiete, die wie Schwämme wirken, Niederschläge aufsaugen und das Grundwasser wieder auffüllen, anstatt es abfließen zu lassen. Das Schutzgebiet liegt entlang des Central Flyway und ist somit ein Zwischenstopp für Zugvögel – Dutzende von Wasservögeln, Sumpfvögeln und Watvögeln – sowie Schildkröten, Schreikraniche, westliche Präriefransenorchideen und Topeka-Köcherfliegen. Ja, ein Fisch, benannt nach einer Stadt in Kansas.
The Good Times
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