Donald Trump hat angekündigt, dass der Iran zugestimmt hat, niemals eine Atomwaffe zu besitzen – eine dieser eisernen Versprechungen, die historisch gesehen immer großartig für alle Beteiligten ausgegangen sind. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Reihe von Aktivitäten rund um ein US-iranisches Rahmenfriedensabkommen, dessen vollständiger Text so öffentlich zugänglich ist wie ein Geheimmenüpunkt in einer versteckten Bar.

Das Abkommen beinhaltet eine Waffenruhe im Libanon, fordert jedoch bemerkenswerterweise nicht den Abzug israelischer Truppen aus besetzten Gebieten dort – denn warum jetzt anfangen? Der libanesische Premierminister Nawaf Salam versucht diplomatisch, das zu ändern, während die Hisbollah den Anlass nutzte, um eine israelische Einheit mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Eine israelische Drohne tötete zudem einen Fahrer im Libanon – der erste tödliche Angriff seit Bekanntgabe des Abkommens. Ein echtes „Frieden in unserer Zeit“-Gefühl.

Benjamin Netanjahu sagte in seiner ersten öffentlichen Rede nach dem Abkommen, israelische Streitkräfte würden „so lange wie nötig“ im Libanon, Gaza und Syrien bleiben, und kündigte außerdem an, dass er zur Wiederwahl antrete – denn nichts sagt Stabilität so sehr wie ein Wahlkampf während eines Mehrfrontenkonflikts.

An der Wirtschaftsfront haben drei Öltanker und zwei Frachtschiffe tapfer die Straße von Hormus durchquert, die zuvor unter einer US-Seeblockade stand. Trump versicherte der Öffentlichkeit, dass die Straße bis Freitag „vollständig geöffnet“ sein werde, und die globalen Ölpreise fielen prompt unter 84 Dollar pro Barrel – die Art und Weise des Marktes, seine Zustimmung zu weniger Seeblockaden auszudrücken.

Die Financial Times berichtete, dass die Trump-Administration bereit sei, einen 300-Milliarden-Dollar-Investmentfonds für den Iran zuzulassen, falls ein endgültiges Atomabkommen erreicht werde. Trump nannte das „Fake News“ – seine Art zu sagen, dass er nicht dabei gesehen werden will, wie er das islamische Regime belohnt, selbst wenn die Belohnung in Form eines riesigen Investmentfonds und nicht eines riesigen Scherzschecks kommt.

Unterdessen in Los Angeles: Iranische Amerikaner, die das WM-Spiel Iran gegen Neuseeland verfolgten, fanden sich hin- und hergerissen zwischen Aufregung, Wut über Teherans Vorgehen gegen Demonstranten und Besorgnis über die Bombenkampagne Washingtons – der emotionale Dreiklang des modernen Fanseins. Einige Fans schmuggelten vorrevolutionäre Löwen-und-Sonne-Flaggen ein, die von der FIFA theoretisch verboten sind, aber die Sicherheit entschied offenbar, dass die Durchsetzung dieser Regel jemand anders Problem sei.

Der frühere US-Botschafter in Israel, Dan Shapiro, nannte das Abkommen „sehr schwach“ und sagte voraus, dass die USA aus einer Position der Schwäche und ohne glaubhafte militärische Drohung in Atomverhandlungen eintreten würden. Aber hey, wenigstens bewegen sich die Schiffe.