Die Ringstraße des Flughafens Heathrow ist wieder geöffnet, nachdem am Samstagmorgen ein geplatzter Wasserrohr das zentrale Terminalgebiet überflutet hatte und bei Passagieren, die zu den Terminals 2 und 3 gelangen wollten, Chaos verursachte. Das Leck wurde eingedämmt, und der Flughafen arbeitet nun wieder normal – denn, wie wir alle wissen, sollte ein wenig Wasser niemals einem guten Reiseerlebnis im Wege stehen.

Passagiere waren gezwungen, auf Bahn- und U-Bahn-Verbindungen auszuweichen, während diejenigen, die ihre Autos am Flughafen geparkt hatten, sich aus ihren eigenen Fahrzeugen ausgesperrt sahen. Julie Hamilton, 54, wurde nicht über die Störung informiert und musste am Terminal 5 abgesetzt werden, um sich dann ihren Weg zu Terminal 2 zu bahnen. Sie nannte die Situation "wirklich frustrierend" und fügte hinzu, dass sie drei Stunden früher am Flughafen hätte sein müssen, nun aber eine halbe Stunde zu spät dran sei. Trish Macfarlane, 59, und Cindy Hastie, 65, hatten solche Probleme nicht: Sie kamen mit dem Taxi aus Kensington am Terminal 2 an, ohne Überschwemmungen zu sehen – außer auf Facebook, wo sie die Nachrichten auf dem Weg dorthin sahen.

Die Überschwemmung ereignete sich während der Schulferien, einer der verkehrsreichsten Zeiten in Heathrow. Der Flughafen meldete, dass der 19. Juli der geschäftigste Tag des Jahres war, mit über 267.000 Passagieren. Heathrow, das täglich bis zu 1.300 Flugbewegungen abwickelt, hatte kürzlich bereits Bahnstörungen aufgrund eines ähnlichen Wasserlecks, was darauf hindeutet, dass Wasser und Heathrow eine anhaltende Fehde führen.

Die Verbraucherorganisation Which? riet Passagieren, die Richtlinien der Fluggesellschaften zu prüfen und unnötige Reisen zu vermeiden. Rory Boland, Herausgeber von Which? Travel, schlug vor, die Fluggesellschaften bezüglich Umbuchung oder Erstattung zu kontaktieren und die Reiseversicherung auf Deckung für verpasste Flüge oder zusätzliche Kosten zu prüfen. Denn nichts sagt "schöne Ferien" wie eine überraschende Überschwemmung und ein mögliches finanzielles Loch.

Ein Sprecher von Heathrow entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und dankte den Passagieren für das Befolgen der Hinweise, während die Teams die Situation lösten. Also: Ende gut, alles gut – wenn man das kleine Detail ignoriert, dass ein Wasserrohr einen geschäftigen Flughafen in einen temporären See verwandelt hat.