Handelsministerium setzt Weltraumverkehrssystem aus und erwägt Gebühren für das Privileg
Das Handelsministerium will sein Weltraumverkehrssystem pausieren, um zu prüfen, ob Nutzer dafür zahlen sollen, denn nichts sagt 'öffentlicher Dienst' besser als eine Bezahlschranke für die Sicherheit im Orbit.
In einer Entscheidung, die absolut niemanden überraschen wird, der jemals versucht hat, ein Regierungsprojekt finanziert zu bekommen, schlägt das Handelsministerium vor, die Arbeit am Traffic Coordination System for Space (TraCSS) einzustellen, während es nach einer neuen Finanzierungsmöglichkeit sucht – möglicherweise durch Nutzergebühren.
Der Haushaltsplan des Ministeriums für das Geschäftsjahr 2027, der am 21. April veröffentlicht wurde, enthüllt diesen Plan. Dies folgt auf einen hochrangigen Haushaltsrahmen vom 3. April, der dem Office of Space Commerce 11 Millionen Dollar zuwies – eine Summe, die verdächtig nahe an den 10 Millionen Dollar liegt, die 2026 beantragt wurden und ebenfalls die Streichung von TraCSS vorsahen. Zum Vergleich: Das Budget des Büros betrug 2024 noch deutlich robustere 65 Millionen Dollar, als es tatsächlich versuchte, das System aufzubauen.
Das neue Dokument erklärt, das Büro werde 'die Beta-Version von TraCSS für historische Referenzzwecke containerisieren' – eine wunderbar bürokratische Umschreibung für 'in eine Kiste packen und ins Regal stellen' – während es 'Optionen für ein Nutzergebührenprogramm' prüft. Diese Änderung wurde möglich, nachdem eine Exekutivanordnung im Dezember Bestimmungen aus der Space Policy Directive 3 von 2018 strich, die vorschrieben, dass Weltraumsicherheitsinformationen kostenlos bereitgestellt werden müssen.
Auf einer Konferenz im März lieferte Taylor Jordan, Direktor des Office of Space Commerce, die klassische Nicht-Antwort und erklärte: 'Es gibt viele verschiedene Optionen auf dem Tisch', wie etwa Sachleistungen in Form von Daten, und dass man 'nicht stur auf Nutzergebühren festgelegt' sei, sondern die 'Flexibilität für diese Gespräche' wolle.
Als Teil dieser brillanten finanziellen Umstrukturierung würde der Haushaltsvorschlag auch 16 Stellen im Office of Space Commerce streichen, vermutlich weil man weniger Personal braucht, um ein System nicht aufzubauen. Die anderen Aufgaben des Büros, wie die Lizenzierung kommerzieller Fernerkundungssatelliten und die Entwicklung eines 'Mission Authorization'-Rahmens, sollen angeblich unbeeinträchtigt bleiben.
Die Veröffentlichung dieses Begründungsdokuments kommt gerade rechtzeitig, damit Handelsminister Howard Lutnick diesen Meisterplan am 22. April dem Senatsausschuss für Bewilligungen und am 23. April dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses erklären kann. Viel Glück, Howard.
The Good Times
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