Sir David Attenborough sinnierte einst, dass das Finden einer glänzenden Muschel aus 150 Millionen Jahren 'nichts Magischeres' sei - genau deshalb bitten führende Museumsvertreter nun darum, Fossilien denselben rechtlichen Schutz wie ein Turner-Gemälde zu gewähren. Nach den Waverley-Kriterien, die den Export kulturell bedeutender Objekte regeln, zählen Naturschätze nur, wenn sie 'gemacht' sind. Ein Fossil, das eindeutig nicht gemacht wurde, ist also etwa so geschützt wie ein Kieselstein am Strand.

Dieser Vorstoß kommt unmittelbar nach dem Verkauf einer privaten Sammlung von der Juraküste an das Naturhistorische Museum Abu Dhabi für eine Berichten zufolge achtstellige Summe. Dem Naturhistorischen Museum in London und Amgueddfa Cymru (Museum Wales) wurden die 318 Fossilien ebenfalls angeboten, aber ihre Sparschweine waren leider nicht ausreichend gefüllt. Im Gegensatz zu Brasilien und der Mongolei, wo Fossilien dem Staat gehören, verlässt sich Großbritannien auf einen freiwilligen Verhaltenskodex - denn nichts sagt 'Schützt unser Erbe' so sehr wie ein höflicher Vorschlag.

Während die Superreichen also prähistorische Kuriositäten aufkaufen und ausländische Museen mit ihren Scheckbüchern prahlen, verharren die britischen Fossilien in einem rechtlichen Schwebezustand und warten auf den Tag, an dem sie für würdig befunden werden, denselben Respekt wie ein verstaubtes altes Porträt zu erhalten. Bis dahin: Wenn Sie ein paar Millionen übrig haben, gibt es einen entzückenden Ichthyosaurier mit Ihrem Namen darauf.