Der Filzstift, der Buzz Aldrin und Neil Armstrong davor bewahrte, die ersten permanenten Mondkolonisten zu werden, wird nun in New York versteigert. Sotheby's schätzt den verbeulten silbernen Plastikstift der Marke Duro Rocket – verwendet vom zweiten Mann auf dem Mond, um während der Apollo-11-Mission im Juli 1969 einen defekten Schutzschalter zu reparieren – auf einen Wert zwischen 800.000 und 1,2 Millionen Dollar. Der glückliche Bieter erhält auch das kaputte Stück des Schutzschalters, denn nichts sagt 'Andenken' wie das Ding, das beinahe zwei Typen auf dem Mond gestrandet hätte.

Aldrin bemerkte den kleinen schwarzen Schalter auf dem Boden der Mondfähre, als er sich nach ihrem ersten Mondspaziergang schlafen legen wollte. In seiner Autobiografie 'Magnificent Desolation' von 2009 schrieb er: 'Mein Herz machte einen Satz … Der abgebrochene Schalter war vom Schutzschalter der Triebwerksarmatur abgebrochen, dem einen lebenswichtigen Schutzschalter, der benötigt wird, um elektrische Energie zum Aufstiegstriebwerk zu leiten, das Neil und mich vom Mond heben sollte.' In einem Begleitschreiben scherzt Aldrin: 'Ich glaube, Neil hat den Schalter abgebrochen, und Neil glaubt, ich hätte ihn abgebrochen.' Bis 2016 war er jedoch bereiter, die Schuld auf sich zu nehmen, und bemerkte, dass er offenbar mit seinem schweren Rucksack dagegengestoßen war.

Die Missionskontrolle hoffte zunächst, die Stromversorgung umzuleiten, teilte den Astronauten jedoch letztlich unverblümt mit: 'Es gibt keine Möglichkeit, die Stromversorgung umzuleiten.' Aldrin erinnerte sich dann an den schwarzen Filzstift, den er als Teil seines 'persönlichen Vorlieben-Kits' mitgebracht hatte – nicht auf der offiziellen Liste der zum Mond mitgenommenen Gegenstände. 'Ich drückte den Stift vorsichtig gegen den Schutzschalter der Triebwerksarmatur', schrieb er. 'Langsam, fast widerwillig, ließ ich den Druck auf meine Hand nach und hob die Stiftspitze an. Der Stift tat seinen Dienst; der Schutzschalter hielt. Wir konnten doch zur Erde zurückkehren!'

Aldrin, heute 96, ist einer von vier überlebenden Mondspaziergängern aus der Apollo-Ära. Die NASA plant eine Rückkehr zur Mondoberfläche frühestens 2028, und China strebt eine bemannte Landung bis 2030 an. Aldrin jedoch hat sich lange dafür eingesetzt, das Mond-Wiedersehen auszulassen und direkt zum Mars zu fliegen. 2013 schrieb er in der New York Times: 'Ein zweites „Rennen zum Mond“ ist eine Sackgasse … US-Ressourcen sind besser dafür ausgegeben, eine menschliche Präsenz auf dem Mars aufzubauen.' Der Stift und der kaputte Schutzschalter, die Aldrin noch bis 2016 besaß, werden bald einen neuen Besitzer finden – hoffentlich einen, der zu schätzen weiß, dass das beste Werkzeug manchmal das ist, das man vergessen hat einzupacken.