Rivian hat es geschafft, die ersten kundenfertigen R2-SUVs im Werk in Normal, Illinois, vom Band rollen zu lassen – eine Leistung, die umso beeindruckender ist, als kürzlich ein EF-1-Tornado einen Teil des Fabrikdachs abgerissen hat. Gründer und CEO RJ Scaringe erklärte gegenüber Bloomberg Television, dass das Unternehmen keine Verzögerungen beim Rollout des R2 erwartet, was, nun ja, nur überlebenswichtig für die Firma ist.
Scaringe beschrieb die letzten 72 Stunden als 'rund um die Uhr', nachdem der Tornado das Südende des Werks beschädigt hatte. Das Unternehmen musste ändern, wie und wo es Materialien in die Fabrik bringt. Trotzdem betonte Scaringe: 'Wir ändern nichts am Plan.' Zuvor hatte Rivian angekündigt, die Auslieferung der R2-SUVs noch vor Ende der ersten Hälfte 2026 zu starten.
Die Produktionsaufnahme des R2 ist ein Meilenstein, denn es ist Rivians erstes Fahrzeug mit Massenmarktpotenzial, das deutlich günstiger ist als die aktuellen R1-Elektroautos. Es soll dem Unternehmen auch endlich helfen, nicht mehr mit jedem verkauften Fahrzeug Geld zu verlieren. Rivian teilte Investoren mit, dass es bis Ende 2026 zwischen 20.000 und 25.000 R2-SUVs ausliefern will – was es zu einem der am schnellsten wachsenden neuen Elektroautos in den USA machen würde, gleich nach Teslas Model Y.
Allerdings startet Rivian mit einer Version, die fast 13.000 Dollar teurer ist als der lange versprochene Preis von 45.000 Dollar. Die Launch-Edition beginnt bei 57.990 Dollar, eine Variante für 53.990 Dollar soll bis Jahresende folgen. Ein R2 unter 50.000 Dollar wird erst in der ersten Hälfte 2027 verfügbar sein, und das eigentliche Basismodell für 45.000 Dollar ist für Ende 2027 geplant. Und das ist ein großes 'wenn', denn die Ankündigung im März schwächte das Versprechen auf 'rund 45.000 Dollar' ab – eine Änderung gegenüber der 'bei 45.000 Dollar'-Aussage, die noch im Februar auf der Website beworben wurde.