Plas Johnson, der Jazz-Saxophonist, dessen ikonisches Solo im Pink-Panther-Thema zum akustischen Äquivalent einer schleichenden Zeichentrickkatze wurde, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der gebürtige Louisianer starb am 15. Juli in Granada Hills, Kalifornien, wie der Los Angeles Jazzsender KKJZ und seine Heimatzeitung, der Donaldsonville Chief, berichten. Auch Social-Media-Beiträge von selbsternannten Familienmitgliedern aus Louisiana bestätigten die Nachricht, wobei ein Cousin auf Facebook knapp „RIP Cuz“ schrieb.

Johnson legte dieses legendäre Tenorsax-Riff 1963 zusammen mit Komponist Henry Mancini auf – angeblich in nur zwei Takes. „Als wir fertig waren, applaudierten alle, sogar die Streicher“, erinnerte sich Johnson und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: „Und das will was heißen … Die klatschen nie für irgendwas.“ Das Pink-Panther-Thema gewann später drei Grammys, erhielt eine Oscar-Nominierung für die beste Originalpartitur und landete auf Platz 20 der Liste der besten Filmmusiken des American Film Institute.

Johnson begann seine musikalische Reise mit dem Singen in seiner Familie, bevor sein Vater – ein Banjo- und Saxophonspieler – ihm ein Sopransaxophon kaufte. Sein Aufnahmedebüt gab er 1950 mit seinem Bruder Ray bei DeLuxe Records, dann tourte er mit dem Sänger-Pianisten Charles Brown. Nachdem er auf Alt- und Tenorsaxophon umgestiegen war, zog er 1954 nach Los Angeles und wurde Sessionmusiker für Größen wie B.B. King, Johnny Otis, Frank Sinatra, Marvin Gaye und Nat King Cole. „Meine Soli schienen die Platte immer noch eine Stufe höher zu heben“, sagte Johnson bescheiden. Er starb nur sechs Tage vor seinem 95. Geburtstag.