NASA-Teleskope erschaffen buntes „Kunstwerk“ aus benachbartem Nebel – warum auch nicht
Die NASA-Teleskope bündeln ihre Kräfte, um eine kosmische Collage des Tarantelnebels zu erstellen, die zeigt, dass das Universum noch komplizierter – und farbenfroher – ist, als wir dachten.
Die Weltraumteleskope der NASA haben sich selbst übertroffen und ein lebendiges neues Bild des Tarantelnebels produziert, das wie eine kosmische Collage aus geschichteter Zellophanfolie aussieht. Offenbar war das Universum ohne unsere Hilfe nicht schon hübsch genug.
Das Bild, das Daten von drei der besten NASA-Teleskope – Chandra, Hubble und Webb – kombiniert, enthüllt neue Details über 30 Doradus, auch bekannt als Tarantelnebel, eine Sternentstehungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, einer kleinen Nachbargalaxie der Milchstraße, etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es enthält Tausende junger Sterne, eingebettet in eine wabenartige Struktur aus Gas und Staub, was nach einem großartigen Ort für ein kosmisches Airbnb klingt.
Das zusammengesetzte Bild zeigt Röntgenstrahlen von Chandra in Blau, die Gas offenbaren, das von Winden junger, massereicher Sterne weggeblasen und durch Schockwellen auf Millionen Grad erhitzt wurde – quasi die Version des Universums von Überschallknallen. Die rote Schicht von Webb zeigt Tausende junger Sterne und kühlen Staub, der schließlich neue Sterne und Planeten bilden wird – denken Sie an die Rohstoffe der kosmischen Kinderstube. Die grüne Schicht von Hubble deckt Wasserstoffgas auf, das wärmer ist als das, was Webb sieht, plus einige einzelne Sterne, denn warum nicht alle Wellenlängen haben?
Die Forschungsarbeit, veröffentlicht im Astrophysical Journal, zeigt, dass sich der Tarantelnebel nicht wie erwartet verhält. Astronomen hatten geschätzt, dass die Energie von Sternwinden Gas erhitzen sollte, um Röntgenstrahlen zu erzeugen, aber es gibt viel weniger Röntgenstrahlen emittierendes Gas als vorhergesagt. Wohin ist also die Energie verschwunden? Das Team unter der Leitung von Jennifer Rodriguez von der Ohio State University untersuchte Daten von Chandra, Hubble, Webb und dem pensionierten Spitzer-Weltraumteleskop und fand drei mögliche Übeltäter.
Erstens entweicht bis zu die Hälfte des heißen Gases durch die Hüllenwände und verlässt den Nebel – anscheinend kann nicht einmal kosmisches Gas einem guten Ausbruch widerstehen. Zweitens gibt es ein Umrühren und Mischen zwischen kaltem und heißem Gas, was die Gesamttemperatur senkt – wie Eis in Ihr Getränk zu geben, aber auf galaktischer Ebene. Drittens könnte der Nebel Energie durch Wärmeleitung verlieren, bei der heißes und kühleres Gas in Kontakt kommen und die Temperatur ausgleichen, wie eine kosmische Bratpfanne auf dem Herd. In den dichtesten Regionen könnte dieser direkte Kontakt die Wärme abzapfen.
Der Tarantelnebel wird also durch eine Kombination aus Lecks, Mischung und Wärmeleitung gezähmt, was zu diesem farbenfrohen, komplexen Schauspiel führt – ein Beweis dafür, dass selbst im Weltraum die Dinge nicht immer wie geplant laufen, aber sie sehen sicher hübsch aus.
Zu den Autoren der Arbeit gehören Jennifer Rodriguez (Leitung), Laura Lopez (Ohio State), Lachlan Lancaster (Columbia University), Anna Rosen (San Diego State University), Omnaraynai Nayak (Space Telescope Science Institute), Sebastian Lopez (Ohio State), Tyler Holland-Ashford (NASA Goddard) und Trinity Webb (Ohio State). Das Marshall Space Flight Center der NASA verwaltet das Chandra-Programm, während das Chandra X-ray Center des Smithsonian Astrophysical Observatory den Betrieb in Cambridge und Burlington, Massachusetts, übernimmt.
The Good Times
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