Die Menschen haben schon immer voller Staunen zum Mond aufgeblickt, und vor einer Generation vollbrachten NASA-Astronauten das Außergewöhnliche, indem sie eine Flagge hissten und die Fantasie beflügelten. Dann wurden wir damit beschäftigt, die Internationale Raumstation zu bauen, und der Mond fühlte sich wieder fern an – etwas, das wir einmal besuchten und dann links liegen ließen.

Aber dieses Kapitel ist vorbei. Amerikas Artemis-2-Astronauten haben gerade den ersten bemannten Mondorbit seit 50 Jahren absolviert. Das Commercial Lunar Payload Services-Programm der NASA feierte bahnbrechende Missionen von Fireflys Blue Ghost, und SpaceX ging an die Börse. Während die Öffentlichkeit dieses neue Weltraumrennen verfolgt, sind die NASA und kommerzielle Raumfahrtunternehmen bereits tief involviert – und es wird zunehmend klar, dass der Mond der große Preis ist.

Der Mond ist nicht länger nur ein Ort wissenschaftlicher Neugier; er ist Amerikas nächste große wirtschaftliche Grenze. Seine Oberfläche könnte wertvolle Ressourcen bergen, darunter Wassereis für eine dauerhafte menschliche Präsenz, sowie potenzielle Vorkommen von Wasserstoff, Helium-3 und anderen Materialien für neue Industrien jenseits der Erde.

Um diese Zukunft zu erschließen, braucht es Fähigkeiten – Systeme zum Landen, Betreiben, Gewinnen und Aufrechterhalten des Lebens in einer unbarmherzigen Umgebung – und politischen Willen, insbesondere im Kongress, um die Monderkundungsprogramme zu erhalten. Dies spiegelt den Geist von Apollo wider: Ehrgeiz, Dringlichkeit und nationale Entschlossenheit.

Firefly-Aerospace-CEO Jason Kim merkt an, dass Firefly vor etwas mehr als einem Jahr, am 2. März, zum ersten Mal in der Geschichte ein kommerzielles Raumschiff auf der Mondoberfläche absetzte. Ihr Blue-Ghost-Lander betrieb NASA-Instrumente über zwei Wochen lang, bohrte, nahm Proben und vermaß. Die zur Erde zurückgesendeten Daten lieferten wertvolle Erkenntnisse für die nächsten Schritte.

Dieses Modell ist wiederholbar und wird skaliert. Eine weitere Firefly-Mission zum Mond ist innerhalb des Jahres geplant – Ziel ist die Rückseite mit einem Orbiter, um uns mit Gebieten zu verbinden, die noch kein amerikanisches Raumschiff erreicht hat. Firefly schablonisiert seinen Blue-Ghost-Lander für mehrere wissenschaftliche Missionen pro Jahr, entsendet eine Flotte von Elytra-Raumfahrzeugen in den Mondorbit für Kommunikation und Bildgebung und arbeitet an einem größeren Lander für mehr Infrastruktur. Dies deckt sich mit der Forderung der NASA nach monatlichen robotischen und halbjährlichen bemannten Missionen für eine permanente Mondbasis.

Gestein abzubauen und Fabriken auf dem Mond zu bauen, mag wie Science-Fiction klingen, aber so läuft es ab: Erstens kartieren Missionen die Mondoberfläche – Regolith, Mineralvorkommen, Temperaturextreme, Machbarkeit von Bohrungen und Kommunikation. Zweitens lagern Landegeräte der nächsten Generation Vorräte, Unterkünfte, Strom und Ausrüstung vor, bevor Menschen eintreffen. Astronauten betreiben dann Strukturen und Kommunikationssysteme, die eine permanente Basis bilden. Die letzte Phase: Ressourcengewinnung und Fertigung. Die Schwerkraft des Mondes beträgt ein Sechstel der Erde, was den Start von Material von der Oberfläche billig macht. Wasserstoff und Wassereis könnten zu Raketentreibstoff werden; Helium-3 für Energie der nächsten Generation; seltene Erden für Batterien, Smartphones und medizinische Bildgebung.

Die wirtschaftlichen Vorteile sind enorm. Die globale Raumfahrtwirtschaft erreichte 2023 630 Milliarden Dollar und soll bis 2035 auf 1,8 Billionen Dollar anwachsen, so das Weltwirtschaftsforum. Der Mond steht im Zentrum.

Kims kleiner Sohn möchte eines Tages auf dem Mond leben – und das ist nicht abwegig. Aber es erfordert heute Handeln: mehr robotische Missionen, Investitionen in mittlere und große Lander und politischen Willen für die NASA-Mondbasis-Initiative. Der Kongress muss sie voll finanzieren und vor Haushaltsvolatilität schützen. Die NASA sollte das Commercial Lunar Payload Services (CLPS)-Programm mit Blockkaufverträgen ausweiten, um Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen in Lander, Orbitalinfrastruktur und Ressourcenbetrieb zu geben. CLPS hat für den Mond bereits das getan, was das Commercial Orbital Transportation Services für den LEO getan hat: Innovation freigesetzt, Fähigkeiten beschleunigt und bewiesen, dass das Modell funktioniert.

Die Artemis-2-Mission und Blue-Ghost-Mission 1 haben das Interesse am Mond neu entfacht. Jetzt gehen wir mit größeren, kühneren, wiederholbaren Missionen voran. Die zukünftige Mondwirtschaft wartet. Die Menschen werden immer