Laos Behörden zucken mit den Schultern und geben Mangel an Obduktionen die Schuld an Methanol-Todesfällen von Touristen
Laos gibt an, nicht feststellen zu können, wer sechs Touristen mit methanolhaltigem Wodka getötet hat, weil niemand Obduktionen durchführte, und die Behörden zucken mit den Schultern und verhängen eine Geldstrafe von weniger als 200 Dollar pro Todesfall gegen den Brennereibesitzer.
Laos hat angekündigt, dass es weder die Schuld noch die Ursache für den Tod von sechs Touristen feststellen kann, die im November 2024 nach dem Konsum von mit Methanol verunreinigtem Alkohol starben – und hier kommt der Knaller – weil niemand die Mühe gemacht hat, die Leichen zu obduzieren. Die Opfer, ein Brite, zwei Australier, zwei Dänen und ein Amerikaner, starben alle nach einem Abend in dem Rucksacktouristen-Paradies Vang Vieng.
Das laotische Ministerium für öffentliche Sicherheit erklärte, dass man ohne forensische Beweise nicht feststellen könne, ob die Todesfälle durch eine bestimmte Person oder eine bestimmte Ursache verursacht wurden. Allerdings fanden sie „übermäßige Methanolwerte“ in Wodka aus der betreffenden Brennerei. Der Besitzer der Brennerei sieht sich nun Anklagen wegen des Verkaufs schädlicher Lebensmittel und des Betriebs eines illegalen Unternehmens gegenüber – aber nicht wegen der Todesfälle selbst. Die Höchststrafe? Ein Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von etwa 1.100 Dollar. Das sind rund 183 Dollar pro verstorbenem Touristen.
Die australische Regierung drückte „tiefe Frustration und bittere Enttäuschung“ darüber aus, dass keine schwerwiegenderen Anklagen erhoben wurden, und bestellte den laotischen Botschafter zum Gespräch ein. Zu den Opfern gehörten Simone White (28, UK), Bianca Jones und Holly Morton-Bowles (beide 19, Australien), Anne-Sofie Orkild Coyman (20) und Freja Vennervald Sorensen (21, Dänemark) sowie James Louis Hutson (57, USA). Viele von ihnen wohnten im Nana Backpacker Hostel, wo Gäste nach dem 13. November nicht mehr auscheckten, weil sie krank geworden waren. Zuvor hatten zehn Hostel-Mitarbeiter Bewährungsstrafen und Geldstrafen von jeweils 185 Dollar erhalten, weil sie Beweise vernichtet hatten.
Die britische Regierung, die vielleicht einen Trend wittert, hat eine Kampagne gestartet, um Touristen vor Methanol-Risiken zu warnen. Zu den Symptomen gehören Erbrechen, verschwommenes Sehen, Blindheit und – wenn man wirklich Pech hat – das Sehen von Schneeflocken wie bei einem alten Fernseher. Denn nichts sagt „unvergesslicher Urlaub“ wie eine Methanolvergiftung.
The Good Times
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