Das Ausmaß der Vetternwirtschaft ist schlichtweg beispiellos, aber die Enthüllung, dass Donald Trump in seinem ersten Amtsjahr ein persönliches Vermögen von 2,2 Milliarden Dollar angehäuft hat, sollte niemanden überraschen. Der Präsident hat nicht einmal versucht, seine Käuflichkeit zu verbergen. Er weigerte sich nicht nur, seine Unternehmen zu verkaufen und Vermögenswerte in einen Blind Trust zu überführen, wie es andere Präsidenten getan haben, um Selbstbereicherung zu begrenzen; die Quid-pro-quo-Geschäfte mit ausländischen Regierungen und allerlei Magnaten wurden für jedermann sichtbar.

Es ist beunruhigend, dass der Präsident der Vereinigten Staaten so nonchalant seine Amtsbefugnisse einsetzt, um von Geschäften mit Geldwäschern und nahöstlichen Prinzen zu profitieren. Noch beunruhigender ist vielleicht, dass die angeblich robusten Checks and Balances, die die amerikanische Regierungsführung stützen, sich als machtlos erwiesen, ihn zu stoppen. (Man warte nur darauf, dass der Oberste Gerichtshof Trumps Geschäfte als „offizielle Handlungen“ definiert, um ihn freizusprechen.)