150 Jahre lang wurde der River Mease in den Midlands einer Reihe fragwürdiger menschlicher Eingriffe unterzogen, die seine Lebensräume in Schutt und Asche legten. Doch 2013 begann ein Renaturierungsprojekt, und nun sind die Feuchtgebiete offenbar so voller Leben, dass man meinen könnte, sie hätten eine PR-Agentur engagiert.

"Ein lauter Fluss ist ein gesunder Fluss", erklärt Ruth Needham vom Trent Rivers Trust (TRT), womit sie vermutlich nicht die Art von Lärm meint, die vom nahen Verkehr kommt. Die Mease plätschert derzeit fröhlich vor sich hin, Sonnenlicht glitzert auf den Kiesbänken und Fischschwärme huschen umher, als hätten sie es eilig zu einem Meeting. Needham war so begeistert von den winzigen Fischen, dass sie ihr Handy zückte, um sie zu filmen, und bemerkte, dass ihre Kollegen "vor Freude springen" würden – eine Reaktion, die entweder auf echte ökologische Leidenschaft oder auf eine sehr niedrige Messlatte für Arbeitsplatzbegeisterung hindeutet.

Needhams Überschwang ist berechtigt: Letzten Monat gewann die Mease den UK River Prize 2026, eine Auszeichnung, die vom River Restoration Centre 2014 ins Leben gerufen wurde, um innovative Projekte zu würdigen. Der Preis würdigt die 13-jährige Renaturierungskampagne des Trusts. "Der Preis war ein enormer Schub", sagt Needham und fügt mit einem Hauch von ambitioniertem Optimismus hinzu: "Wenn wir die Mease in einen besseren Zustand versetzen können, können wir auch andere Flüsse verbessern." Was entweder ein edles Ziel oder eine kaum verhüllte Drohung an jeden anderen Fluss in England ist.