Während Zhang geschäftlich verreist war, nutzten vier Jungen aus der Nachbarschaft, keiner älter als zehn, seinen roten Ferrari 488 GTB als persönlichen Spielplatz in Kunming, Provinz Yunnan. Überwachungsaufnahmen zeigten, wie die Kinder auf der Windschutzscheibe saßen, über das Dach liefen, die Heckscheibe herunterrutschten und mit Bambusstangen auf die Karosserie einstachen. Das Auto erlitt Kratzer auf Motorhaube, Dach, Kotflügeln, Rückleuchten und Fenstern sowie einen gebrochenen vorderen Stoßfänger.

Der Wagen wird auf 3,6 Millionen Yuan geschätzt – etwa 530.000 Dollar. Angesichts einer Werkstattrechnung von über 100.000 Yuan entschied sich Zhang für eine freie Werkstatt mit Nicht-Originalteilen, was die Gesamtkosten auf 29.360 Yuan (4.300 Dollar) senkte. Das bedeutet, dass er den Eltern schon mehr als auf halbem Weg entgegenkam, bevor überhaupt ein Gespräch stattfand.

Zhang sagt, er habe zunächst versucht, die Sache ruhig zu regeln, da er selbst Vater sei. Es folgten zwei Gesprächsrunden. Die Eltern boten 5.000 Yuan (736 Dollar) und, so Zhang, „brachten die Kinder nie freiwillig dazu, sich zu entschuldigen“, was ihn veranlasste, eine Zivilklage auf Erstattung der vollen Reparaturkosten einzureichen. Nach chinesischem Recht ist bei Schäden durch Kinder unter 14 Jahren der Zivilrechtsweg der Hauptweg zur Entschädigung. Erziehungsberechtigte können haftbar gemacht werden, es sei denn, sie weisen eine ordnungsgemäße Aufsicht nach – was angesichts der Aufnahmen schwierig sein dürfte.

Der 488 GTB hat einen Biturbo-V8 mit 661 PS und wurde von 2015 bis 2020 produziert. Es ist kein Sammlerstück – nur ein mittelmotoriger Ferrari, der häufig genug ist, um im Freien zu parken, aber teuer genug, dass dies ein echtes Risiko birgt. Die wahre Geschichte: Zhang hat sich verbogen, um dies vor Gericht zu vermeiden, und die Familien lasen das als Einladung zum Niedrigbieten. Die Klage war das einzig logische Ende.