Arbeitsmarkt serviert eine kalte Platte: Nur 57.000 neue Stellen im Juni – und das, bevor man die 74.000 berücksichtigt, die verschwunden sind
Die USA schufen im Juni nur 57.000 neue Arbeitsplätze, die Arbeitslosenquote sank nur, weil Menschen aufgaben, und die Löhne können mit der Inflation nicht mithalten – aber hey, die Börse hatte einen großartigen Tag.
US-Arbeitgeber schufen im Juni mickrige 57.000 neue Stellen – etwa halb so viele wie im Mai, was beweist, dass selbst der Arbeitsmarkt eine Sommerflaute haben kann. Die Arbeitslosenquote fiel technisch auf 4,2 %, aber nur, weil über 700.000 Menschen die Hände in den Schoß legten und aufhörten, nach Arbeit zu suchen – das ist, als würde man behaupten, die Diät wirke, weil man nicht mehr auf die Waage steigt.
Restaurants, Einzelhändler und Hersteller stellten alle weniger ein, und selbst das Gesundheitswesen – der verlässliche Arbeitsschlitten bei Beschäftigungszuwächsen – machte eine Kaffeepause. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, revidierte das Arbeitsministerium die Zahlen für April und Mai um insgesamt 74.000 Stellen nach unten, was bedeutet, dass diese angeblichen Stellen nur eine kollektive Halluzination waren.
Glassdoor-Chefökonom Daniel Zhao fasste es zusammen: „Wir sehen nicht unbedingt eine scharfe Verschlechterung, die Alarmglocken schrillen lassen würde, aber wir stecken auch ein bisschen fest.“ Mit anderen Worten: Der Arbeitsmarkt dümpelt vor sich hin – er ertrinkt nicht, aber er macht definitiv keine Bahnen.
Mehr als 27 % der Arbeitslosen sind seit über sechs Monaten ohne Job, und Arbeitnehmer im Haupterwerbsalter steigen aus, nicht nur Rentner. Der Silberstreif am Horizont? Die Arbeitslosigkeit bei den 20- bis 24-Jährigen sank leicht auf 7,1 %, was immer noch fast doppelt so hoch ist wie der nationale Durchschnitt, aber hey, kleine Schritte.
Die Löhne stiegen im Jahresvergleich um 3,5 %, aber die Inflation – angeheizt durch den Krieg mit dem Iran – frisst diese Erhöhung wie ein hungriger Bär. Fed-Chef Kevin Warsh gelobt, die Preise zu zähmen, möglicherweise mit Zinserhöhungen, aber Anleger wetten, dass der schwache Arbeitsmarktbericht bedeutet, dass es diesen Monat keine Zinserhöhung gibt. Der Dow sprang um fast 600 Punkte, denn nichts sagt „amerikanische Wirtschaft“ so sehr wie schlechte Nachrichten für Arbeitnehmer, die großartige Nachrichten für Aktien sind.
The Good Times
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