Die Staatsanwaltschaft von Monaco hat bekannt gegeben, dass eine Verdächtige in der Paketbombenexplosion identifiziert wurde, bei der ein sanktionierter Oligarch ukrainischer Herkunft und zwei weitere Personen schwer verletzt wurden. Ein Haftbefehl wurde erlassen, und eine Interpol-Rotmeldung steht bevor – denn nichts sagt internationale Fahndung so sehr wie ein schwarzer Fischerhut.

Laut französischen Medien hat die Überwachungskamera die Verdächtige aufgezeichnet, bei der es sich vermutlich um eine Frau handelt, die versuchte, als Mann durchzugehen – und zwar mit besagtem Hut. Mónacos Generalstaatsanwalt Stéphane Thibault wollte die modischen Implikationen des Hutes nicht bestätigen, lobte aber die „effektive internationale kriminalpolizeiliche Zusammenarbeit“ bei der raschen Identifizierung der Täterin. Ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes und anderer Anklagepunkte läuft unter der Leitung von drei Untersuchungsrichtern.

Der Anschlag ereignete sich am Montagabend, als ein Paket in einem Wohnhaus nahe der französischen Grenze abgelegt wurde. Der Sprengsatz detonierte, als drei Bewohner – ein Paar und ein 13-Jähriger – eintraten, und verletzte alle. Als Ziel gilt Wadym Iermolajew, 58, ein wohlhabender ukrainischstämmiger zypriotischer Geschäftsmann, der seit Dezember 2023 von der Ukraine sanktioniert wird, weil er in der von Russland annektierten Krim ein Alkoholgeschäft betreibt. Er, seine Partnerin und sein Sohn wurden ins Krankenhaus eingeliefert; Iermolajew ist nicht mehr in kritischem Zustand, aber seine Partnerin bleibt instabil.

Iermolajew, seit 2021 Einwohner Mónacos, wird von Kiew beschuldigt, nach der russischen Invasion 2022 Steuern an Moskau gezahlt zu haben. Eine Quelle bemerkte, dass viele darauf gewartet hätten, den Bauunternehmer in seiner Heimat Dnipro ins Visier zu nehmen. Die Bombenexplosion hat Monaco erschüttert, den ultrageschützten Spielplatz der Superreichen, wo solche Vorfälle definitiv nicht zum Luxuspaket gehören.