Forscher der Joan C. Edwards School of Medicine der Marshall University haben entdeckt, dass winzige Partikel in Ihrem Darm im Grunde das biologische Äquivalent zu dem einen Freund sind, der sowohl Partys ruiniert als auch manchmal retten kann. Die in „Aging Cell“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Darm-Luminal-Exosomen – mikroskopisch kleine zelluläre Botentaschen voller Proteine und genetischen Materials – von älteren Tieren Signale für Insulinresistenz, Entzündungen und Schäden der Darmbarriere tragen. Wenn sie in junge Tiere injiziert werden, entwickeln diese prompt dieselben Stoffwechsel- und Entzündungsprobleme. Denn nichts sagt „Jugend“ wie das Erben des Verdauungsdramas der Älteren.

Aber hier kommt der Plot-Twist: Exosomen von jungen Tieren, die in ältere Tiere übertragen werden, reduzierten tatsächlich mehrere altersbedingte Stoffwechselprobleme. Das Darmmilieu selbst scheint also ein Haupttreiber altersbedingter Krankheiten zu sein – oder optimistisch betrachtet ein potenzieller Jungbrunnen, wenn man sich ein paar Exosomen von einem Hamster leihen kann.

Die von Abdelnaby Khalyfa, M.Sc., Ph.D., geleitete Studie bringt auch eine geschwächte Darmbarriere mit chronischen Entzündungen in Verbindung, die entzündliche Substanzen in den Blutkreislauf gelangen lassen und das Risiko für Herzkrankheiten und Stoffwechselstörungen erhöhen können. „Diese Studie hilft zu klären, wie die physiologischen Stressfaktoren, die mit dem biologischen Altern verbunden sind, biologische Prozesse beschleunigen können, die mit Altern und Krankheit zusammenhängen“, sagte Khalyfa in dem, was wohl der tautologischste Satz ist, der je geäußert wurde. Das Team identifizierte spezifische Moleküle in den Exosomen, die eines Tages helfen könnten, altersbedingte Krankheiten zu erkennen, zu verstehen oder zu behandeln, möglicherweise anwendbar auf chronische Erkrankungen, die biologische Wege mit dem Altern teilen.

Zum Forschungsteam gehörten Khalyfa, Trupti Joshi, Ph.D., und David Gozal, M.D., M.B.A., Ph.D. (Hon) von der Marshall University sowie Lyu Zhen von der University of Missouri. Die Finanzierung erfolgte durch die Marshall University Research Corporation, NIH-Zuschüsse HL166617 und HL169266 sowie das National Institute of General Medical Sciences unter der Fördernummer P20GM103434 über das West Virginia IDeA Network of Biomedical Research Excellence. Also ja, Ihre Darmpartikel werden von Ihren Steuergeldern finanziert. Bitte sehr.