Jahrelang war Donald Trump der Houdini politischer Skandale, der sich aus Handschellen, Zwangsjacken und sogar 34 Verurteilungen wegen Straftaten mit der Leichtigkeit eines Mannes befreite, der keine Ahnung von Konsequenzen hat. Doch der Krieg im Iran hat ihm endlich einen Engpass beschert, aus dem selbst er nicht entkommen kann – ein Konflikt, der bereits 17 amerikanische Soldaten das Leben gekostet hat, ohne klare Ausstiegsstrategie und mit steigender Opferzahl.

Drei weitere US-Soldaten starben in den letzten drei Tagen: zwei in Jordanien durch iranische Raketenangriffe und einer im Irak durch Drohnentrümmer. Die offizielle Zahl der Toten liegt nun bei 17, obwohl das Militär verdächtig still über Verletzte schweigt. Trumps Reaktion? „Es ist eine sehr traurige Sache“, sagte er, ohne zu erklären, warum seine Regierung Truppen in Gefahr schickt. Wie Tom Nichols vom Atlantic anmerkt, ist das besonders bedrückend angesichts des Fehlens einer kohärenten Mission.

Der Präsident steht nun vor einer Reihe schlechter Optionen, so die Verteidigungsanalystin Brynn Tannehill. Die USA könnten die Kontrolle über die Straße von Hormuz an den Iran abtreten – was jahrhundertealte Politik brechen und einer feindlichen Macht die Kontrolle über eine lebenswichtige Schifffahrtsroute überlassen würde – oder einen großen Bodenkrieg beginnen, der politisch riskant wäre und wahrscheinlich zu weiteren amerikanischen Toten führen würde. In der Zwischenzeit drohen die Huthi-Verbündeten des Iran, die Bab-el-Mandeb-Straße zu schließen, was den globalen Handel weiter drosseln würde.

Trump hat die Sache nicht besser gemacht, indem er zwischen den Kriegszielen schwankte: Geht es darum, den Iran von Atomwaffen abzuhalten? Einen Regimewechsel herbeizuführen? Die Straße offen zu halten? Die Regierung scheint sich nicht entscheiden zu können, und der Kongress wird skeptisch gegenüber Anfragen nach mehr Kriegsfinanzierung.

Dies ist eine Geschichte von Hybris, ganz einfach. Trump hat einen Krieg begonnen, ohne zu planen oder die Gefahren zu bedenken, und jetzt findet selbst er keinen Ausweg. Zum ersten Mal in seinem Leben – oder zumindest seit dem Access-Hollywood-Band – steht er vor echten Konsequenzen. Seine Kritiker mögen eine gewisse Schadenfreude empfinden, wenn die Kosten nicht so schrecklich wären: tote amerikanische Soldaten, tote iranische Zivilisten, eine geschädigte Weltwirtschaft und bröckelnde Bündnisse. Trump mag sich unwohl fühlen, aber der Rest der Welt wird elend sein.