Curiosity, der mutige marsianische Geologe auf Rädern der NASA, zieht endlich aus der Einfahrt am 'Campo Marte' aus, nach seiner 47. erfolgreichen Bohrung. Der Rover verbrachte die Woche damit, das zu tun, was er am besten kann: Steine zu stochern, zu stupfen und zu fotografieren, während der Rest von uns über Dinge diskutiert, die weit weniger wichtig sind.

Bohren hält einen Rover auf dem Boden – im wahrsten Sinne des Wortes – und das Team nutzte die Gelegenheit, um die CheMin- und SAM-Instrumente zur Analyse des Bohrmehls laufen zu lassen, während ChemCam, APXS, MAHLI und Mastcam das Loch mit der Begeisterung eines Immobilienfotografen dokumentierten. ChemCam zog sogar eine Zielübung ab, die einen Scharfschützen neidisch machen würde: Zielen auf millimeterkleine Objekte namens 'Corcovado' und 'Junakas' in etwa 3 Metern Entfernung. Denn auf dem Mars bekommen sogar Gesteinsschichten Namen, bevor wir sie wegen ihrer chemischen Unterschiede verurteilen.

In einem Schritt, der schreit: 'Wir haben nichts Besseres zu tun', plante ChemCam auch ein 24-Bild-Langstrecken-RMI-Mosaik, das vielleicht der längste Streifen von RMI-Bildern ist, den Curiosity je aufgenommen hat – mit über 13 Jahren bricht der Rover immer noch seine eigenen Rekorde. 'Wie cool ist das denn?', fragte das Team rhetorisch, als ob irgendjemand Nein sagen würde.

Mastcam wurde damit beschäftigt, die gesamte Region abzulichten, darunter ein hochauflösendes Mosaik der abgelegten Probe und des Arbeitsbereichs, um zu sehen, ob irgendein übrig gebliebenes Probenmaterial aus dem Bohrgestänge gefallen ist. MAHLI behielt unterdessen die Probeneinlässe im Auge, wo ein kleiner Stein zu dem geworden ist, was das CheMin-Team liebevoll 'unser Haustierstein' nennt. APXS erhöhte seine Zählstatistik, indem es in allen Plänen dieser Woche das Campo-Marte-Bohrmehl maß, gipfelnd in einem nächtlichen MAHLI-Experiment mit LED-Lichtern – denn auch Steine verdienen ein Glamour-Shooting.

Das Umweltteam hielt den Rover damit beschäftigt, die atmosphärische Trübung, Staubaktivität und Staubteufel-Aktivität zu überwachen, denn selbst auf dem Mars ist das Wetter langweilig, aber notwendig. Nach alledem wird Curiosity den Hügel hinauf zum nächsten interessanten Gebiet weiterfahren, wo jemand 'Kreuzschichtung' erwähnte – ein Begriff, der Sedimentexperten weit mehr aufregt als Mineralogen, die es kaum erwarten können, die CheMin-Ergebnisse zu sehen.