In einem Schritt, der den ganzen Dramafaktor eines Reality-TV-Finales hatte, verließen Koalitionsabgeordnete aus Protest gegen das Glücksspielgesetz den Raum, während der Grünen-Chef andeutete, Labor solle vielleicht in industrielle Scham investieren. Die Regierung, um vernünftig zu wirken, stimmte mehr als einem Dutzend Änderungen zu, die mit der Koalition ausgehandelt wurden. Denn nichts sagt 'uns ist die Glücksspielreform ernst' wie ein überparteiliches Änderungs-Marathon.

Schatzminister Jim Chalmers, immer der Optimist, nannte die Änderungen 'sehr substanzielle Veränderungen' und versicherte uns, dass das Opt-out-Register aufkommensneutral sein werde. Genau, Leute: Die Glücksspielindustrie wird die Kosten übernehmen. Denn wer könnte verantwortungsvolle Glücksspielmaßnahmen besser finanzieren als genau die Leute, die davon profitieren? Chalmers versprach auch, dass es 'viel einfacher für die Leute sein wird, sich von dieser Werbung abzumelden' und für die Regulierungsbehörde, Regeln zu Anreizen durchzusetzen. Wir sind sicher, die Regulierungsbehörde ist begeistert, mehr Hausaufgaben zu haben.

In der Zwischenzeit, in der Ecke der Altenpflege, räumte Chalmers ein, dass die Reformen 'alles für ältere Australier schlimmer gemacht haben' – ein atemberaubendes Eingeständnis, das so überraschend ist wie die Erkenntnis, dass der Himmel blau ist. Er bemerkte, dass die Regierung 'viel zu tun hat, um die Umsetzung dieser einmaligen Reformen zu reparieren', die 'hätten sein können und hätten sein sollen', was sie sein sollten. Aber hey, wenigstens sind sie sich dessen bewusst.

Und wenn Sie dachten, die Algorithmus-Probleme beschränkten sich auf die Altenpflege, denken Sie nochmal. Chalmers äußerte 'sehr ernste Bedenken' bezüglich der Übertragung von Automatisierung auf die NDIS und wies darauf hin, dass 250.000 ältere Australier unter der Altenpflege neu bewertet wurden. Er fragte laut, ob wir über 750.000 Australier mit Behinderung sprechen, die neu bewertet werden müssen, und ob die NDIS einen Algorithmus verwendet, 'der so verpfuscht ist wie der, den wir in der Altenpflege haben', sollten wir uns alle Sorgen machen. Wir hoffen nur, dass der Algorithmus nicht anfängt, die Lebensentscheidungen der Leute neu zu bewerten.