Drei israelische Geschwister, die lieber ins Gefängnis gehen würden, als in der IDF zu dienen, haben das Recht erwirkt, erneut australische Schutzvisa zu beantragen, nachdem ein Regierungstribunal zustimmte, dass es vielleicht etwas viel verlangt sei, sie zum Kampf in Gaza zu zwingen.

Das Administrative Review Tribunal befand, dass die Angst der jungen Erwachsenen, gezwungen zu werden, das humanitäre Völkerrecht in Gaza zu brechen, echt sei, und dass jede Bestrafung durch Israel – einschließlich bis zu zwei Jahren Gefängnis für die Dienstverweigerung – einer Verfolgung gleichkäme. Das Tribunal verwies auf glaubwürdige Vorwürfe, dass Israels Militäroperationen in Gaza gegen internationales Recht verstoßen, einschließlich eines Berichts der UN-Untersuchungskommission, der Israel des Völkermords beschuldigt, obwohl das Tribunal selbst diese Feststellung nicht traf.

Die Geschwister, Teil einer Familie, die vor einem Jahrzehnt mit einem Arbeitsvisum einreiste, hatten einen Pakt geschlossen, den obligatorischen Wehrdienst zu verweigern, weil sie glaubten, zu Kriegsverbrechen gezwungen zu werden. Das Tribunal kaufte ihnen das ab und entschied, dass ihre politische Meinung – im Grunde: "Wir würden lieber keine Gräueltaten begehen, danke" – der Grund für ihre Verfolgung wäre. Der ursprüngliche Schutzvisaantrag der Familie wurde abgelehnt, aber nun muss die Regierung neu entscheiden.

Das Tribunal wies jedoch die umfassendere Behauptung der Familie zurück, dass sie in ganz Israel nicht sicher vor Hamas-Angriffen seien, und stellte fest, dass es nicht diskriminierend, sondern einfach nur Pech wäre, von einem Raketeneinschlag getroffen zu werden. Aber für die drei erwachsenen Geschwister reichte das Risiko einer israelischen Gefängnisstrafe wegen Dienstverweigerung aus, um als Flüchtlinge anerkannt zu werden. Die gesamte Familie bekommt nun eine zweite Chance auf Schutz, denn offenbar ist Australien jetzt im Geschäft, Menschen vor den Wehrpflichtgesetzen ihrer eigenen Länder zu retten.