Vier Menschen sind bei dem Versuch, in kleinen Booten nach Großbritannien zu gelangen, gestorben, weil die Botschaft, dass diese Überfahrten tödlich sind, offenbar noch nicht ganz angekommen ist. Drei Frauen wurden am Donnerstagmorgen tot vor Dünkirchen gefunden, und ein Mann starb bei einem separaten Vorfall vor Dannes. Die Frauen, etwa 20, 30 und 50 Jahre alt, wurden nach einem Rettungseinsatz der französischen Rettungsdienste an Land gebracht, aber Wiederbelebungsversuche scheiterten. Ihre Nationalitäten sind unbekannt.
Dies geschieht im Anschluss an einen der geschäftigsten Überfahrtstage dieses Jahres, bei dem am Mittwoch bei heißem, sonnigem Wetter etwa 700 Menschen die Reise unternahmen. Denn nichts sagt „sichere Reise“ wie eine Rekordzahl von Menschen, die in Schlauchboote gepfercht sind. Die durchschnittliche Anzahl pro Boot ist von 7 im Jahr 2018 auf 63 in diesem Jahr und 70 im letzten Monat gestiegen. Ein Schlauchboot mit 165 Menschen überquerte letzte Woche – ein neuer Rekord für Überfüllung. Schlepperbanden maximieren ihre Profite, was offenbar bedeutet, das Risiko des Ertrinkens oder Erdrücktwerdens zu maximieren.
Der britische Premierminister Andy Burnham bestand darauf, dass der Plan der Regierung zur Eindämmung der Überfahrten funktioniere, mit der Einschränkung, dass es „noch mehr zu tun“ gebe. Inzwischen wurden französische Polizisten mit der Aussage aufgezeichnet, sie hätten Anweisung, Menschen nicht an der Abfahrt zu hindern. Einer sagte dem Schatten-Innenminister Chris Philp: „Unser Befehl ist, sie gehen zu lassen. Wir müssen ihnen nur sagen: Tun Sie das nicht. Es ist gefährlich.“ Denn nichts sagt „wir versuchen, Todesfälle zu verhindern“ wie eine Politik, die zusieht, wie Menschen in Gefahr segeln.
Ein Regierungssprecher drückte tiefe Trauer aus und nannte jeden Tod eine Tragödie und eine deutliche Erinnerung an die Gefahr, die von kriminellen Banden ausgeht. Die Franzosen leiten die Ermittlungen, vermutlich während sie auch die Bemühungen anführen, Boote starten zu lassen. Über 13.376 Migranten sind in diesem Jahr übergesetzt, ein Rückgang von 24.389 im letzten Jahr – ein Rückgang, der für die vier, die gerade gestorben sind, nur ein schwacher Trost sein dürfte.
The Good Times
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