Travis Kalanicks Atoms könnte ins Robotaxi-Geschäft einsteigen, denn warum nicht alte Jagdgründe aufsuchen?
Travis Kalanicks Atoms sammelt 1,7 Milliarden Dollar ein, deutet Robotaxi-Ambitionen an und spricht mit Uber – denn offenbar sterben alte Gewohnheiten schwer.
Anfang dieses Sommers kündigte Travis Kalanicks Atoms eine Finanzierungsrunde über 1,7 Milliarden Dollar an, angeführt von Andreessen Horowitz. Doch selbst nach dieser Mega-Runde blieb der Uber-Gründer eher zurückhaltend, was er eigentlich vorhatte. Klassischer Kalanick-Move: einen Berg Geld aufnehmen und dann den Unschuldigen spielen.
Jetzt liefert eine Geschichte der Financial Times mehr Details zu Atoms' Zielen. Das Startup bereitet sich Berichten zufolge auf eine Einstellungswelle sowie Übernahmen vor, die es zu einem großen Player in der Branche für autonome Fahrzeuge machen könnten. Denn nichts sagt 'unerledigte Geschäfte' wie ein Wiedereinstieg in die Welt des Ride-Hailing, aber diesmal ohne menschliche Fahrer.
Tatsächlich sagte die FT, dass Atoms mit Uber darüber gesprochen hat, wie das Ride-Hailing-Unternehmen die Robotaxi-Technologie des Startups nutzen könnte. (Uber hat bereits mit einer langen Liste von Unternehmen für autonome Fahrzeuge zusammengearbeitet, also was ist schon einer mehr?) Der Bericht merkte auch an, dass Uber 100 Millionen Dollar in Atoms investiert hat – eine Zahl, die zuvor von TechCrunch bestätigt wurde. Ja, das Unternehmen, das Kalanick gegründet hat, investiert jetzt in sein neues Vorhaben. Es ist, als würde ein Ex in dein neues Startup investieren nach einer schmutzigen Trennung.
Obwohl Quellen betonten, dass Robotaxis nicht das gesamte Spektrum von Atoms' Plänen ausmachen, scheint diese Richtung konsistent mit Kalanicks Beschreibung der Runde als 'unerledigte Geschäfte'. In der Tat unerledigte Geschäfte: Kalanick verließ Uber im Zuge eines Skandals, und Levandowski, sein ehemaliger Leiter für autonomes Fahren, wurde wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verurteilt. Aber hey, keine harten Gefühle, oder?
Es passt auch zu Atoms' Übernahme von Pronto, einem autonomen Bergbau-Startup, das von Ubers ehemaligem Leiter für autonomes Fahren, Anthony Levandowski, geleitet wird. (Levandowski wurde wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verurteilt und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, aber dann von Präsident Donald Trump begnadigt.) Atoms ist also im Grunde eine Wiedervereinigungstour für Ubers Alumni des autonomen Fahrens, minus den einen Typen, der immer noch rechtlich in Schwierigkeiten steckt. Moment, Levandowski ist tatsächlich dabei. Also ist es eine vollständige Wiedervereinigung, komplett mit einer präsidialen Begnadigung als Partygeschenk.
The Good Times
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